Dieselmotorenhersteller
MTU plant Börsengang im Jahr 2011

Der Dieselmotorenhersteller MTU Friedrichshafen will nach der Übernahme durch das schwedische Beteiligungsunternehmen EQT um jährlich vier Prozent wachsen. Ziel sei zudem der Börsengang im Jahr 2011.

mwb STUTTGART. Das sagte MTU-Chef Volker Heuer vor dem offiziellen Abschlusses der Transaktion. Daimler-Chrysler hatte das Unternehmen Ende 2005 für 1,6 Mrd. Euro an den zur Wallenberg-Gruppe gehörende Finanzinvestor verkauft. Vorangegangen waren ein monatelanger Bieterkampf verschiedener Investoren und Querelen mit den Familiengesellschaftern.

Der ehemalige Daimler-Chrysler-Manager Heuer äußerte sich erstmals nach der Übernahme zur den Perspektiven des Unternehmens. Angesichts des sprunghaften Umsatzwachstums von 18 Prozent auf 2,06 Mrd. Euro im vergangenen Jahr wirkt der Ausblick sehr verhalten. Ertragszahlen nannte Heuer nicht. MTU habe aber die von Daimler-Chrysler geforderte Konzernrendite übertroffen, die bei elf Prozent auf das eingesetzte Kapital liegt.

Übernahmen seien bei dem genannten Wachstum noch nicht einbezogen. Der neue Eigentümer verfolge einen industriellen Ansatz und unterstütze die Expansion in neue Märkte. Dabei seien auch Akquisitionen möglich, sagte Heuer. Details zu den künftigen Investitionen und Plänen nannte er nicht. Die Gespräche mit EQT seien noch nicht abgeschlossen. Der MTU-Chef wollte auch keine Angaben dazu machen, wie stark EQT das Unternehmen mit Schulden für den erbrachten Kaufpreis belastet habe.

Wachsen will MTU vor allem durch die neue kleinere Motorenbaureihe 1600, den Aufbau einer Brennstoffzellensparte und des Gasmotoren-Bereichs. Bereits im kommenden Jahr sollen die Brennstoffzellen in Serienproduktion gehen. Um Dieselmotoren künftig auch mit Gas betreiben zu können, hatte MTU kürzlich die Augsburger MDE Dezentrale Energiesysteme vollständig übernommen und sich damit die entsprechende Technologie verschafft.

Heuer bestätigte und begrüßte das Interesse der Familie Schmid-Maybach, sich wieder in kleinem Umfang an MTU zu beteiligen. Die Entscheidung darüber liege aber bei EQT. Die Alteigentümerfamilien Schmid-Maybach und Brandenstein- Zeppelin hatten ihren Anteil von zwölf Prozent abgegeben und so Daimler freie Hand beim Verkaufsprozess gegeben.

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