Dieter Zetsche

Daimler-Chef steuert auf dritte Amtszeit zu

Überraschende Wende bei Daimler: Der bis Ende 2013 laufende Vertrag von Vorstandschef Zetsche könnte nochmals verlängert werden. Die Kronprinzen müssen sich wohl noch gedulden.
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Daimler-Chef Dieter Zetsche auf der IAA in Frankfurt. Quelle: dpa

Daimler-Chef Dieter Zetsche auf der IAA in Frankfurt.

(Foto: dpa)

StuttgartBei Daimler-Chef Dieter Zetsche zeichnet sich überraschend eine Vertragsverlängerung ab. Wie das Handelsblatt aus dem Führungszirkel des Konzerns erfuhr, wird im Aufsichtsratsgremium inzwischen nicht mehr ausgeschlossen, dass der bis Ende 2013 laufende Vertrag des Vorstandschefs noch ein weiteres Mal verlängert wird. „Es gibt Signale, dass es so kommen könnte“, heißt es in Aufsichtsratskreisen.

Es wäre ein unerwarteter Schritt. Bisher galt ein Führungswechsel mit Auslaufen der zweiten Amtszeit des 58-jährigen Managers als ausgemacht. Beim Auslaufen der aktuellen Amtszeit wäre Zetsche dann 60 Jahre alt – ein Alter, in dem Daimler-Führungskräfte normalerweise ausscheiden. Offen wurde in der Vergangenheit sogar über einen vorzeitigen Führungswechsel noch vor 2013 spekuliert. Die zweite Reihe von Daimler – und vor allem der bereits als Kronprinz gehandelte Vorstand Wolfgang Bernhard - müssen sich nun eventuell länger als gedacht gedulden.

Eine mit der Situation vertraute Person sagte, momentan sei die Vertragsverlängerung die wahrscheinlichste Variante. "Er sitzt fest im Sattel", bestätigte ein anderer Vorstandschef aus der Autoindustrie. Zetsche musste bislang vor allem Aufräumarbeiten nach dem Chrysler-Desaster erbringen und das vernachlässigte Kerngeschäft auf Vordermann bringen. Aufgaben, mit denen man wenig glänzen kann.

Doch die aktuelle Lage bei Daimler stärkt Zetsche den Rücken. Bislang seien keine Auswirkungen der konjunkturellen Unsicherheiten auf den Auftragseingang bei Daimler erkennbar, sagte der Daimler-Chef am Dienstag am Rande der Automesse IAA in Frankfurt. Für 2011 bekräftigte er das Ziel, 1,35 Millionen Autos verkaufen zu wollen. Der Münchner Erzrivale BMW will mehr als 1,6 Millionen Fahrzeuge verkaufen, Audi die Marke von 1,3 Millionen schaffen.

Mercedes-Benz will den Konkurrenten Marktanteile abjagen und bis 2020 führender Oberklassehersteller vor BMW und Audi sein. Wie viele Fahrzeuge dann verkauft werden sollen, sagte Zetsche aber nicht. Erreichen will der Daimler-Chef die Spitzenposition unter anderem mit neuen Modellen: Für die nächsten vier Jahre kündigte er zehn ganz neue Fahrzeuge an.

Vor allem in die neuen Kompaktwagen setzt der Manager große Hoffnung. Als erstes Modell präsentiert Daimler auf der IAA die neue B-Klasse, die noch in diesem Jahr zu den Händlern kommt. Im nächsten Jahr soll die A-Klasse folgen.

  • mwb
  • dpa
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8 Kommentare zu "Dieter Zetsche: Daimler-Chef steuert auf dritte Amtszeit zu"

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  • Ein Mann mit Weitblick. Wie sagte er im November 2010: die Krise ist verschwunden, so wie Lena.

    Das sich zur Zeit Daimler nennende Unternehmen hat wirklich Glück mit seinen Vorstandsvorsitzenden.

  • Guten Tag,.... Herr Zetsche redet nie dummes Zeug;... spricht fuer jedermann verstaendlich,.... vor allem ist er kein Windbeutel wie viele seiner Kollegen. Es ist einer der wenigen Bosse die Ich Ernst nehme. Besten Dank

  • Dieter Zetsche ist ein sehr guter Mann und der richtige für diesen Job.

  • paßt dir wohl nicht, hm, der inhalt. tja, alter, haste wohl ortographisch pech gehabt.

  • Das ist die deutsche Managementelite, Jasager und Helfer unter einem der groessten Wertevernichter, Schremp, selbst mit Chrysler Milliarden versenkt, nicht die Leistung zaehlt, sondern die Seilschaften. Daimler verdient trotz Zetsche Geld. Und der Steuerzahler finanziert diesem unfaehigen Manager auch noch die Entwicklung der Elektromobilitaet, damit sein Bonus auch ja gesichert ist. Denn, Verluste werden sozialisiert, Gewinne privatisiert.

  • @ no.7

    Ihre orthographische "Meisterleistung" (incl. Interpunktion und Syntax), korrespondiert wie immer mit dem dümmlichen Inhalt !!!

  • Auch wenn Zetsche es nicht für möglich hält, in den kommenden Jahren weniger Autos zu verkaufen, so wird es dennoch so sein, auch wenn er tausend neue angeblich "großartige" Modelle herausbringt. Sein fettes grinsen und sein eins zu eins aus USA übernommenes Propaganda-gefasel wird dann etwas dünner ausfallen werden. aufdringlich muß er in jedem Interview darauf hinweisen, daß Benz das auto erfunden habe, so, als hätten wir ohne Benz bis heute keine autos. aber wart nur mal bis nächstes und übernächstes Jahr. da wird es etwas anders sein.

  • Erfolg, also vorsätzliche Geldvernichtung (USA) wird also noch belohnt.

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