Dieter Zetsche im Interview
Ein bisschen Standortbekenntnis

In einem Interview vom Wochenende macht Daimler-Chrysler-Chef Dieter Zetsche sein Verhältnis zum Standort Deutschland klar. Demnach möchte er auch nach massiven Stellenstreichungen mit seinem Konzern in Deutschland bleiben. Trotzdem schlägt er auch pessimistische Töne an.

HB STUTTGART. DaimlerChrysler-Chef Dieter Zetsche rechnet nach dem Streichen tausender Arbeitsplätze bei Mercedes auf Dauer mit einem weiteren Abbau in Deutschland. Es sei „realistischer, tendenziell von einer leicht sinkenden Beschäftigung auszugehen“, sagte Zetsche den „Stuttgarter Nachrichten“.

Der Konzernchef bekannte sich zwar „ganz eindeutig“ zum Standort Deutschland - „trotz der in einigen Aspekten schwierigen Rahmenbedingungen“ hier. „Die Kunden bezahlen uns aber für die Leitung, die wir erbringen, nicht für unsere Schwächen“, mahnte Zetsche. „Wenn wir dabei mit vergleichsweise hohen Lohnkosten leben müssen, müssen wir eben besonders produktiv sein.“ Das sei der einzige Weg, die deutschen Standorte fit für die Zukunft zu machen. „Wenn wir das nicht schaffen, müssten wir wirklich dicht machen und wie die Nomaden von einem Billigstandort zum nächsten ziehen. Das ist aber nicht unser Ziel.“

Daimler-Chrysler hatte im Zuge des Effizienzprogramms Core im vergangenen Jahr 8500 Stellen bei Mercedes gestrichen. „Aber wir hatten damals Verluste und mussten Handeln“, sagte Zetsche dazu. Nun habe Mercedes mit 991 Millionen Euro das bisher beste Quartalsergebnis vorgelegt. „Mercedes hat die Restrukturierungsphase hinter sich“, betonte Zetsche.

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