DIHK-Studie
Lehrlinge fehlen

Den Betrieben in Deutschland gehen einer Umfrage zufolge die Lehrlinge aus. Das scheint eine Studie des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) zu belegen.

HB BERLIN. Fünfzehn Prozent von mehr als 12 000 Unternehmen in Deutschland konnten 2007 nicht alle angebotenen Ausbildungsplätze besetzen, wie aus der in der "Welt am Sonntag" veröffentlichten Studie hervorgeht. Dies sei ein Viertel mehr als noch 2006 gewesen. Die Hälfte der betroffenen Betriebe habe zur Begründung angegeben, es habe "keine geeigneten Bewerbungen" gegeben. Viele Firmen hätten eine "nachlassende Ausbildungsreife der Jugendlichen" festgestellt.

Besonders schwer hatten es der Studie zufolge Unternehmen aus der Banken- und Versicherungsbranche sowie aus dem Gastgewerbe. In der Finanzbranche habe jede fünfte Firma, bei den Gaststätten sogar jede dritte Schwierigkeiten bei der Bewerbersuche gehabt. Bei 19 Prozent der betroffenen Betriebe erschienen die Auszubildenden demnach gar nicht erst am Arbeitsplatz, bei weiteren vierzehn Prozent kündigten die Lehrlinge noch während der Probezeit.

Die befragten Unternehmen kritisierten aber auch eine mangelnde mündliche Ausdrucksfähigkeit der Bewerber – ebenso wie Probleme mit dem Schreiben und Rechnen. 48 Prozent der Betriebe beschwerten sich über fehlende Motivation und Einsatzfreude, 44 Prozent über mangelnde Disziplin. Mehr als jedes dritte Unternehmen beklagte zudem schlechte Umgangsformen der Interessenten.

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