Direktvertreiber von Werkzeugen will expandieren
Auslandsgeschäft lässt Berner wachsen

Mario Ferretti, Geschäftsführer der Berner GmbH, Künzelsau, will in den kommenden Jahren zweistellige Wachstumsraten erreichen. Ob es ihm im laufenden Geschäftsjahr, das im März 2003 endet, gelingt, ist allerdings noch nicht sicher.

wb STUTTGART. Nach einem Wachstum um gut 10 % auf 256 Mill. Euro bis Ende August zeigt sich der Direktvertreiber von Kleinteilen und Werkzeugen für das Kraftfahrzeug-Handwerk und das Baugewerbe noch skeptisch über den Verlauf des zweiten Halbjahrs.

Schon im abgelaufenen Geschäftsjahr hat Berner sein 6,5prozentiges organisches Wachstum wesentlich aus dem Auslandsgeschäft (Frankreich, Süd- und Osteuropa, Skandinavien) bezogen, das um 8,6 % auf 328 Mill. Euro zunahm. Das Inlandsgeschäft legte dagegen nur 1,4 % zu. Dass insgesamt eine Umsatzsteigerung um 10 % auf 610 Mill. Euro gelang, war der Akquisition der Chemiegruppe Wigo (Marke: Caramba) mit Sitz in Bad Kreuznach zu verdanken. Das zugekaufte Unternehmen steuerte allein 19,6 Mill. Euro bei.

„Unser Ziel ist nach wie vor eine flächendeckende Präsenz in Gesamteuropa“, unterstreicht Ferretti die Bedeutung des Auslandsgeschäfts, das bereits 62 % des Gruppenumsatzes ausmacht. Als nächstes hat er die Länder Griechenland, Finnland, Türkei und Irland im Visier.

Obwohl die Gruppe ihre Belegschaft noch um 6,1 % auf 6 100 Mitarbeiter aufstockte, gelang ihr ein Ergebnissprung um 25 % auf 31 Mill. Euro vor Steuern. Ferretti führt den Erfolg auf hohe Mitarbeiter-Motivation und permanente Optimierungsarbeit der unternehmensinternen Prozesse zurück. Im neuen Geschäftsjahr werde das Ergebnis kaum weiter steigen, nicht zuletzt wegen der direkt als Aufwand gebuchten Ausgaben für ein neues SAP-Informationssystem. Auch die Investitionen werden wesentlich in diesem Zusammenhang von 29 auf 39 Mill. Euro steigen. Seine Eigenkapitalquote von 44 % will das Familienunternehmen trotzdem halten.

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