Dividende erneut aus Rücklagen
Dyckerhoff sieht im Inland Rot

Dyckerhoff hat bereinigt um Verkäufe und Währungseinflüsse seinen Überschuss im vergangenen Jahr gesteigert. Zur Zahlung einer Dividende will der Wiesbadener Baustoffhersteller allerdings erneut in die Gewinnrücklagen greifen. Im Inland schrieb der Zementkonzern 2004 zudem weiter Verluste.

HB FRANKFURT. Stamm- und Vorzugsaktionäre sollten für 2004 jeweils 0,18 € je Aktie erhalten, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Die Ausschüttung erfolge aus den Gewinnrücklagen, da die AG in Deutschland 2004 Verluste ausgewiesen habe. Bereits im Vorjahr hatte der Zementhersteller die Dividendensumme aus den Reserven bezahlt. Damals erhielten nur die Inhaber der Vorzugsaktien die garantierte Mindestdividende von 13 Cent je Aktie und eine Nachzahlung von ebenfalls 13 Cent für 2002. Die Stammaktionäre gingen leer aus.

„Wir betrachten unseren Dividendenvorschlag - vor allem vor dem Hintergrund der immer noch schwierigen Situation in Deutschland - als Entgegenkommen“, erklärte Dyckerhoff. Während das Geschäft im Inland erneut defizitär war, erzielte Dyckerhoff 2004 konzernweit einen Jahresüberschuss von 41 Mill. €, der 47 % über dem vergleichbaren Vorjahreswert lag. „Mit Ausnahme von Deutschland bewegte sich der Dyckerhoff-Konzern in einem freundlichen bauwirtschaftlichen Umfeld“, erklärte das im Kleinwerteindex SDax gelistete Unternehmen. Die operative Entwicklung sei erfreulich.

Dank der Verkäufe der Beteiligungen an Anneliese Zementwerke und Cementos Hispania hatte das Unternehmen 2003 allerdings fast 249 Mill. € verdient. Der Umsatz ging im vergangenen Jahr um neun Prozent auf 1,2 Mrd. € zurück. Das Ergebnis vor Steuern betrug 57 (248,9) Mill. €; vergleichbar gerechnet stieg es um 89 %. Dyckerhoff gehört mehrheitlich zur italienischen Buzzi Unicem.

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