Dividende geplant
MG ist zurück in der Gewinnzone

Der Maschinen- und Anlagenbauer MG Technologies ist vor allem wegen Kostensenkungen im ersten Quartal 2005 in die Gewinnzone zurückgekehrt und plant die Wiederaufnahme der Dividendenzahlung.

HB BOCHUM. Im traditionell schwachen ersten Quartal erzielte MG einen Gewinn vor Steuern von 2,2 Mill. Euro nach einem Verlust im Vorjahresquartal von 21,1 Mill. Euro, heißt es im am Mittwoch veröffentlichten Quartalsbericht. Unterm Strich lag der Gewinn bei 10,4 Mill. Euro nach 37,3 Mill. Euro im Vorjahresquartal. Der Umsatz stieg um 5,9 % auf 942,8 Mill. Euro.

Analysten hatten im Schnitt einen Vorsteuer-Gewinn von 17 Mill. Euro veranschlagt, entsprechend zeigten sich viele Experten enttäuscht und konnten sich kaum erklären, warum die im Nebenwerteeindex M-Dax gelistete Aktie am Mittwoch um bis zu 4,5 % zulegte.

Ein Analyst behalf sich mit der Deutung, der Kursaufschwung spiegele die Erleichterung vieler Händler wieder, die mit noch schlechteren Ergebnissen gerechnet hätten. Eventuell steckten dahinter auch Aussagen von Konzernchef Jürg Oleas, die aus dem Chemiegeschäft übrig gebliebene Kunststoffsparte könnte für 400 Mill. Euro verkauft werden.

Enttäuscht habe vor allem der Großanlagenbau, sagte Falk Reimann, Analyst bei der Landesbank Baden-Württemberg. In seinem neuerdings Plant Engineeering genannten Segment vergrößerte MG den Verlust auf 6,4 (Vorjahreszeitraum: 4,3) Mill. Euro. Erneut machte MG schleppende Geschäfte der auf den Bau von Methanol-Anlagen spezialisierten Tochter Lurgi verantwortlich.

Für das Gesamtjahr stellte Finanzvorstand Peter Steiner einen Überschuss von rund 109 Mill. Euro in Aussicht. Von Reuters befragte Analysten gingen bislang im Schnitt von 114 Mill. Euro aus. Ein Großteil des Überschusses soll an die Aktionäre ausgeschüttet werden, die für 2004 noch leer ausgehen werden. "Wir wollen 20 bis 30 Prozent des Gruppen-Gewinns von 2005 als Basis für Dividendenzahlungen nehmen", versicherte Steiner. Zuletzt hatte MG im Rumpfgeschäftsjahr 2002 eine Dividende von sechs Cent gezahlt.

Anfang Juni steht für MG Technologies abermals ein Namenswechsel an: Die Hauptversammlung soll eine Umfirmierung in Gea Group beschließen. Außerdem sollen die Aktionäre die Verschmelzung von MG mit der namensgebenden Bochumer Spezialmaschinenbau-Tochter Gea absegnen, wovon sich der Vorstand Kostenentlastungen verspricht. Erst im Jahr 2000 hatte sich die Metallgesellschaft in MG Technologies umbenannt.

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