Dividende soll steigen
EnBW nach Rekordgewinn: Strompreise werden steigen

Deutschlands drittgrößter Stromversorger EnBW hat trotz Rekordgewinnen die Verbraucher auf weitere Preissteigerungen eingestimmt. Der Grund dadür seien steigende Rohstoffpreise. Im vergangenen Jahr hatte der Konzern besonders dank einer Billigmarke zulegen können.

HB KARLSRUHE. Man müsse im laufenden Jahr eher mit einer Erhöhung rechnen als mit einem konstanten Strompreis, sagte Vorstandschef Hans-Peter Vilis am Dienstag in Karlsruhe. Er begründete das mit den steigenden Rohstoffpreisen. Das Unternehmen habe seinen Strompreis 18 Monate stabil gehalten, betonte er.

Im vergangenen Jahr erzielte EnBW einen Rekordgewinn. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) stieg um 7,4 Prozent auf 1,5 Mrd. Euro. Der Umsatz kletterte um 14,4 Prozent auf 14,7 Mrd. Euro. Die Dividende soll um 32,5 Prozent auf 1,51 Euro pro Aktie steigen. Vilis sprach von einem "sehr zufriedenstellenden Ergebnis". Zugleich kündigte er an, nun beginne ein neues Kapitel, "das heißt Wachstum".

EnBW will bis zum Jahr 2010 rund 7,6 Mrd. Euro investieren, davon 4,6 Mrd. Euro im Bereich Sachinvestitionen, berichtete Vilis. Ein Schwerpunkt seien die Bereiche Stromerzeugung, Gas und Netze. Langfristiges Ziel, sei eine unabhängige Beschaffung mittels eigener Gas-Importverträge und der sichere Zugang zu der notwendigen Transport- und Speicherinfrastruktur.

"Trotz eines zunehmend investitionshemmenden Umfeldes wollen wir unsere Wertschöpfung in Deutschland halten und ausbauen und damit auch Arbeitsplätze im Land sichern", sagte Vilis, der seit 1. Oktober 2007 an der Spitze des Unternehmens steht. Er löste Utz Claassen ab.

Einen regelrechten Boom verzeichnete das Stromgeschäft der EnBW im vergangenen Jahr. Der Umsatz in diesem Bereich kletterte um 21,4 Prozent auf 11,5 Mrd. Euro. Der drittgrößte deutsche Versorger konnte erneut Kunden für seine Billigmarke Yello hinzugewinnen. Ende vergangenen Jahres habe Yello 1,4 Mill. Kunden gezählt und damit 185 000 mehr als im Vorjahr. EnBW insgesamt hat 6,5 Mill. Stromkunden.

Das Gasgeschäft war 2007 hingegen rückläufig. Vilis verwies unter anderem auf das milde Wetter. Das Gasumsatz ging um 10,1 Prozent auf 2,4 Mrd. Euro zurück.

Der Versorger bekräftigte sein Festhalten an der Atomkraft. Kernkraftwerke, moderne Kohlekraftwerke und Erneuerbare Energien seien wesentliche Bestandteile einer sicheren, wettbewerbsfähigen und klimaschonenden Energieversorgung. Vilis sagte, zurzeit gebe es eine Kampagne gegen die Kohle und die Atomkraft. Das bereite dem Unternehmen Sorge.

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