Dividende steigt
Eon plant größere Zukäufe

Der Energiekonzern Eon hat nach einem überraschend kräftigen operativen Gewinnplus 2004 eine Erhöhung der Dividende um 18 Prozent angekündigt. An die Aktionäre soll außerdem der Erlös aus dem Verkauf der Degussa-Beteiligung verteilt werden.

HB DÜSSELDORF. Deutschlands größter Energiekonzern drückt beim Wachstum aufs Tempo und erwägt wieder größere Zukäufe. Die Integration neuer Gesellschaften sei abgeschlossen, jetzt gehe es in eine neue Wachstumsphase, erklärte Konzernchef Wulf Bernotat am Donnerstag in Düsseldorf. „Dabei schließen wir auch größere Schritte nicht aus“, fügte er hinzu. Priorität hat für Eon der europäische Markt. Aber auch in den USA will der Konzern den Fuß in der Tür lassen und an seiner Beteiligung am Versorger LG&E festhalten. Eon wolle sich stärker an Gas-Förderprojekten beteiligen, denke aber auch über einen Einstieg in das Geschäft mit Flüssiggas nach, sagte Bernotat. Trotz erhöhter Dividende und Sonderzahlung reagierten die Eon-Aktien mit Kursverlusten auf den Geschäftsbericht und waren am Vormittag größter Verlierer im Dax. Die Anleger hätten auf eine noch höhere Dividende gehofft, sagten Marktbeobachter.

Der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg bei Eon 2004 auf 7,361 (Vorjahr: 6,228) Milliarden Euro und lag damit über der durchschnittlichen Schätzung von Reuters befragter Analysten von 7,245 Milliarden Euro. Für 2005 stellte Eon eine leichte Erhöhung des Ebit in Aussicht. Der Jahresüberschuss lag 2004 mit 4,339 Milliarden Euro unter dem Vorjahreswert von 4,6 Milliarden Euro. Die Dividende für 2004 soll um 35 Cent auf 2,35 Euro je Aktie angehoben werden. Vor allem durch die Einbeziehung neuer Gesellschaften kletterte der Umsatz um sechs Prozent auf 49,1 Milliarden Euro. Bei der Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) übertraf Eon mit 11,3 Prozent bereits sein für 2006 gestecktes Ziel von mindestens 10,5 Prozent.

Die Aktionäre sollen am Erlös aus dem Verkauf der knapp 43-prozentigen Beteiligung am Spezialchemiekonzern Degussa in voller Höhe beteiligt werden. Form und Zeitpunkt dafür stünden aber noch nicht fest, teilte Eon mit. Eine vollständige Ausschüttung der drei Milliarden Euro würde einer Sonderdividende von 4,50 Euro je Aktie entsprechen, sagte Analyst Markus Turnwald von der Landesbank Rheinland-Pfalz.

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