Dividende von 3,40 Euro auf Vorzugsaktien
Porsche setzt weiter auf den „Cayenne“

Porsche-Chef Wendelin Wiedeking strebt im laufenden Geschäftsjahr Rekordzahlen an. Dank des Geländewagens Cayenne rechne er mit einem weiteren Wachstum bei Absatz und Umsatz, sagte Wiedeking am Mittwoch auf der Bilanzpressekonferenz von Porsche in Stuttgart. „Auch rechnen wir mit einer weiterhin guten Ertragsituation“.

HB STUTTGART. Wiedeking verwies darauf, dass vor allem die Konjunktur in den USA - dem Hauptmarkt der Stuttgarter - über Erwarten stark angezogen habe. Die vorausschauende Währungsabsicherungspolitik von Porsche werde zusätzlich zu einem guten Gewinn beitragen, sagte der Vorstandschef des Sportwagenbauers.

In den ersten vier Monaten des Geschäftsjahres 2003/2004 (31. Juli) konnte Porsche dank des Cayenne den Absatz um 49,6 Prozent auf 22016 Fahrzeuge steigern. Dabei machte der Cayenne drastische Einbrüche bei den Sportwagen wett. Denn gut die Hälfte der bis Ende November verkauften Autos kamen bereits aus dem Leipziger Cayenne- Werk. Beim Sportwagen-Klassiker 911 sank der Absatz um 13,8 Prozent auf 7226 Fahrzeuge, beim Roadster Boxster gab es in den ersten vier Monaten sogar einen Rückgang um 39,6 Prozent auf 3663 Einheiten. Der Umsatz stieg nach vorläufigen Angaben um 46,6 Prozent auf 1,92 Milliarden Euro.

Porsche hatte im vergangenen Geschäftsjahr mit 933 Millionen Euro den höchsten Vorsteuergewinn in seiner Unternehmens-Geschichte eingefahren. Der Umsatz war um 14,9 Prozent auf 5,58 Milliarden Euro gestiegen und der Absatz um 23 Prozent auf 66 803 Einheiten.

Wiedeking betonte, dass die Strategie, auf drei Baureihen zu setzen, voll aufgegangen sei. Mit dem Cayenne habe man die Aktivitäten der Dr. Ing. h.c.F. Porsche AG gezielt auf ein neues Segment ausgedehnt, „das uns zusätzliches Wachstum außerhalb des angestammten Kerngeschäfts ermöglicht.“ Wiedeking sagte, dass das Modellprogramm für die nächsten Jahre stehe und kündigte „einige Überraschungen“ an. Beobachter glauben, dass Wiedeking bald die Entscheidung über eine vierte Baureihe verkünden könnte. Außerdem rechnen Automobilbranchen-Magazine im nächsten Jahr mit Nachfolgemodellen für den 911 und den Boxster.

Die Vorzugsaktionäre sollen eine Dividende von 3,40 Euro erhalten, die Stammaktionäre aus den Familien Porsche und Piech eine von 3,34 Euro. Das sind jeweils 40 Cent mehr als die Ausschüttung im Vorjahr. Damals wurde allerdings zusätzlich eine Sonderdividende von 14 Euro gezahlt.

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