Dividende wird erhöht
Schering einigt sich mit Bayer

Im Rechtsstreit über den Verkauf seiner Pflanzenschutztochter Cropscience hat der drittgrößte deutsche Pharmakonzern mit dem Konkurrenten Bayer eine Einigung erzielt. Zudem will Schering seine Aktionäre mit einer deutlich höheren Dividende für das Jahr 2005 bescheren.

HB BERLIN. Dem Konzern würden durch die Auflösung von Rückstellungen nach der Einigung mit Bayer zwischen 70 und 100 Mill. Euro nach Steuern zufließen, teilte Schering am Dienstag mit. Zugleich wies das Unternehmen daraufhin, dass durch höhere Aufwendungen für das Sparprogramm "Focus" und durch Kosten im Zusammenhang mit dem Verkauf des französischen Tochterunternehmens CIS ein Teil der Summe aufgebraucht werde.

Ein Konzernsprecher wollte keine Angaben darüber machen, ob an Bayer in Zuge des Rechtstreites Geld geflossen sei. Auch über die Höhe der verbleibenden Rückstellungen gab es keine Angaben. Auch Bayer wollte sich zu Details nicht äußern.

Ursprünglich hatte Schering für die Forderung von Bayer im Zusammenhang mit dem Verkauf von Cropscience rund 285 Mill. Euro zurückgestellt. Schering zufolge sind nach wie vor einige Ansprüche von Bayer ungeklärt. Schering hatte seine 24-Prozent Beteiligung an CropScience vor rund vier Jahren für 1,5 Mrd. Euro an Bayer verkauft. Bayer hatte danach unter anderem wegen Fragen der Produkthaftung und der Sozialbeiträge Ansprüche geltend gemacht. Diese sollten in einem Schiedsverfahren geklärt werden.

Auf Grund des anhaltend guten Geschäftsverlaufs wird der Hauptversammlung zudem eine Ausschüttung von 1,20 Euro je Aktie vorgeschlagen, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Dies ist eine Anhebung um 20 Prozent. Schering hatte nach neun Monaten mit 480 Mill. Euro schon fast den gesamten Konzerngewinn von 2004 erreicht. Eine Erhöhung der Dividende war erwartet worden, weil Schering traditionell die Ausschüttung analog zur Steigerung des Gewinns anhebt.

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