Dividendensollen drastisch gekürzt werden
Pumpenhersteller KSB baut Arbeitsplätze ab

Bis Ende kommenden Jahres will der Pumpen- und Amaturenhersteller KSB 650 seiner 12 480 Arbeitsplätze abbauen. KSB hofft, nach Umsatz- und Ergebniseinbußen, profitabler zu werden.

HB FRANKENTHAL. Dieser Schritt, bei dem möglichst auf betriebsbedingte Kündigungen verzichtet werden soll, betreffe etwa 10 Prozent der Mitarbeiter in den europäischen Gesellschaften, sagte der Vorstandsvorsitzende der KSB Aktiengesellschaft, Josef Gerstner, am Dienstag in Frankenthal. Für das laufende Jahre erwartet der zweitgrößte Pumpenhersteller Europas eine Stagnation bei Umsatz und Auftragseingang sowie ein geringeres Ergebnis vor Steuern. Die Dividende für 2003 soll drastisch gekürzt werden.

2003 machten dem Konzern nach Gerstners Worten eine anhaltende Nachfrageschwäche in vielen Regionen und der ungünstige Euro-Dollar- Kurs zu schaffen. Der Umsatz sank im Vorjahresvergleich um 0,2 Prozent auf 1,178 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Steuern ging um knapp fünf Millionen Euro auf 29,8 Millionen Euro zurück.

Vorgeschlagen werde deshalb eine Senkung der Dividende je Stammaktie von 4 auf 2,50 Euro und je Vorzugsaktie von 4,26 auf 3,02 Euro.

Im ersten Quartal dieses Jahres stieg der Umsatz indes um 3,6 Prozent auf 262,2 Millionen Euro, der Auftragseingang wuchs um 5,2 Prozent auf 319 Millionen Euro. Für 2004 sieht Gerstner aber insgesamt eine „anhaltend schwierige Marktlage“. Auch der Auftragseingang, der im Vorjahr bei 1,193 Milliarden Euro lag, dürfte stagnieren. Wegen der Restrukturierungskosten werde sich das Ergebnis vor Steuern verschlechtern.

Welche der elf europäischen Standorte von dem Stellenabbau betroffen seien, werde erst Mitte des Jahres entschieden, sagte Gerstner. KSB werde verstärkt in seinen Werken in China, Brasilien und Indien Produkte entwickeln und auch in Russland expandieren. „Diese Kapazitäten gehen teilweise aus den europäischen Standorten weg“, sagte Vorstandsmitglied Willi Enderle. Bis 2010 solle mit neuen Geschäftsideen 700 Millionen Euro zusätzlicher Umsatz erreicht werden, kündigter Gerstner an.

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