DIW-Studie
Stellenzuwachs bei Leiharbeitern

Laut Studien des Statistischen Bundesamtes und des DIW verzeichneten vor allem „atypische“ Jobs einen Zuwachs. Die Schere zwischen Gering- und Besserverdienenden geht weiter auseinander.
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BerlinDer starke Beschäftigungszuwachs im Boomjahr 2010 geht zum größten Teil auf die Zunahme der Zeitarbeit zurück.

Die Zahl der abhängig Beschäftigten legte insgesamt um 322.000 zu. Davon waren allein 182.000 oder 57 Prozent Zeitarbeitsstellen, teilte das Statistische Bundesamt mit. Werden auch befristete und geringfügig Beschäftigte sowie Teilzeitarbeit mit maximal 20 Arbeitsstunden hinzugezählt, entfallen sogar mehr als drei Viertel des Anstiegs auf diese sogenannten atypischen Beschäftigungsformen.

Nach einer Erhebung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) sind die Realeinkommen von Geringverdienern seit der Jahrtausendwende deutlich stärker gesunken als die von Besserverdienern. „Vor allem Zeitarbeit und befristete Beschäftigung wurden von den Unternehmen als Mittel genutzt, um flexibel auf die konjunkturellen Veränderungen zu reagieren“, teilte das Statistikamt mit.

Im Krisenjahr 2009 war die Zahl der atypisch Beschäftigten um 129.000 gesunken. Ein Jahr später stieg sie um 243.000 auf 7,84 Millionen. Davon waren 742.000 Leiharbeiter, was einen neuen Höchststand markiert.

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