DMG Mori bestätigt Prognose
Werkzeugmaschinenbauer trotzt Konjunkturdelle in China

DMG Mori spürt nichts von der Konjunkturflaute in China. Im Gegenteil: Die steigende Nachfrage nach Werkzeugmaschinen beschert den Bielefeldern gute Umsatzzahlen. Das stimmt den Konzern optimistisch.

DüsseldorfTrotz der Konjunkturflaute in China und einigen Schwellenländern ist die Nachfrage nach Werkzeugmaschinen von DMG Mori ungebrochen. Der Bielefelder Konzern verbuchte im dritten Quartal leichte Zuwächse bei Umsatz, Auftragseingang und Überschuss, wie das ehemals unter Gildemeister firmierende Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

Positive Impulse seien vor allem aus China und Korea gekommen. Auch in Europa - vor allem in Italien und Frankreich - sei die Nachfrage angezogen. Das stimmt Vorstandschef Rüdiger Kapitza zuversichtlich, seine Jahresziele zu erreichen.

Im dritten Quartal legten die Bestellungen um zwei Prozent auf 538,7 Millionen Euro zu, der Umsatz kletterte um sechs Prozent auf 558,6 Millionen. Der Überschuss stieg um zwei Prozent auf 29,8 Millionen Euro. Damit schlug sich Europas Marktführer deutlich besser als die Konkurrenz – weltweit werden in diesem Jahr für die Branche deutlich rückläufige Umsätze erwartet.

Für das positive Abschneiden von DMG Mori sind vor allem zwei Gründe verantwortlich: Die zunehmende Digitalisierung und damit der rasante Ausbau des Servicegeschäfts sowie die weltweite Präsenz des Unternehmens. „Die Welt schwingt nicht mehr gleichförmig“, sagte Firmenchef Kapitza dem Handelsblatt. „Die Zeit der Konjunkturzyklen ist vorbei.“ Positiv ausgedrückt heißt das, dass Schwächen beispielsweise in Brasilien durch eine höhere Nachfrage aus Japan oder Südkorea ausgeglichen werden können.

Starkes Wachstum verzeichnet vor allem der Servicebereich, der inzwischen fast die Hälfte des Konzerngeschäfts ausmacht. „Das wird tendenziell noch mehr“, kündigte Kapitza an. „Es gibt eine enorme Nachfrage nach Software und Digitalisierung.“

Nach den Rekordwerten im Vorjahr peilt Kapitza 2015 einen Umsatz von rund 2,25 Milliarden und einen Auftragseingang von 2,4 (Vorjahr: 2,2) Milliarden Euro an. Der operative Gewinn (Ebit) soll etwa 165 (182,6) Millionen Euro erreichen. Nach neun Monaten lag er bei 111,5 Millionen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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