DMG Mori Seiki: Werkzeugmaschinenbauer sieht in düstere Zukunft

DMG Mori Seiki
Werkzeugmaschinenbauer sieht in düstere Zukunft

Der deutsche Werkzeugmaschinenbauer DMG Mori Seiki hat 2014 ein Rekordjahr gefeiert – ein Erfolg, der sich nicht wiederholen dürfte. Vor der Übernahme durch den japanischen Partner sehen die Prognosen düster aus.
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DüsseldorfDer vor der Übernahme durch seinen japanischen Partner stehende Werkzeugmaschinenbauer DMG Mori Seiki rechnet nach Rekordwerten im Vorjahr 2015 mit Gewinneinbußen. Vorstandschef Rüdiger Kapitza nannte am Donnerstag in Düsseldorf als Gründe unter anderem die Krise in Osteuropa sowie Wechselkurseffekte. „Für das Geschäftsjahr 2015 erwarten wir insgesamt ein zunehmend volatiles Bild“, betonte er.

2014 verbuchte der Bielefelder Konzern Rekorde. Bei einem Umsatzplus von neun Prozent auf 2,229 Milliarden Euro legte der operative Gewinn (Ebit) um 24 Prozent auf 182,6 Millionen Euro zu, der Überschuss sogar um 30 Prozent auf 121,1 Millionen.

Die Aktionäre sollen mit einer um fünf Cent auf 55 Cent angehobenen Dividende an dem Zuwachs beteiligt werden. 2015 peilt Kapitza einen Umsatz von rund 2,25 Milliarden an und ein Ebit von rund 165 Millionen Euro. Bereits im Auftaktquartal rechnet er mit Gewinneinbußen.

Die japanische DMG Mori Seiki will ihren Anteil am Bielefelder Traditionskonzern ausbauen und unterbreitete dafür im Februar eine Übernahmeangebot. Doch die Anteilseigner ließen sich von 27,50 Euro je Aktie nicht locken. Der Großaktionär besserte daher zweimal innerhalb der vergangenen Tage nach und bietet inzwischen 30,55 Euro je Aktie.

Zudem erklärte sich der Konzern mit dem bereits geschafften Sprung über die 40-Prozent-Hürde bei der Ex-Gildemeister am Ziel seiner Wünsche.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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