DMG Mori: Umbau belastet Werkzeugmaschinenbauer

DMG Mori
Umbau belastet Werkzeugmaschinenbauer

Trotz Aufträgen für 2,37 Milliarden Euro verbucht der Werkzeugmaschinenbauer DMG Mori 2016 einen Umsatzrückgang. Die frühere Gildemeister AG stellt sich zudem auf ein weiteres schweres Jahr ein.
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DüsseldorfDer Werkzeugmaschinenbauer DMG Mori rechnet nach Umsatz- und Gewinneinbußen im vergangenen Jahr weiter mit Gegenwind. Zwar stimme der Rekordauftragseingang von knapp 2,4 Milliarden Euro zuversichtlich, doch rechne er für das laufende Geschäftsjahr „mit einem schwierigen internationalen Marktumfeld“, teilte der seit zehn Monaten amtierende Vorstandschef Christian Thönes am Mittwoch mit.

Der angekündigte Konzernumbau solle aber helfen, dem entgegen zu wirken. Eine genaue Prognose wagte der Manager noch nicht, sondern verwies auf die Bilanzpressekonferenz am 9. März. Mit Blick auf drohende Importzölle in den USA, dem für DMG zweiwichtigsten Markt nach China, bleibt der Konzern gelassen, da er im kalifornischen Davis ein Produktionswerk hat.

2016 verbuchte der mehrheitlich zur japanischen DMG Mori Co gehörende Konzern einen Umsatzrückgang auf 2,26 (Vorjahr: 2,30) Milliarden Euro, der Vorsteuergewinns brach auf 94,1 (217,3) Millionen Euro ein. 75 Millionen Euro für die Neustrukturierung des Konzerns hätten den Gewinn belastet. Zudem habe im Vorjahr ein Verkaufserlös von 38 Millionen Euro das Ergebnis getrieben.

Bei dem einst als Gildemeister bekannten Konzern war 2016 eine neue Ära angebrochen: Großaktionär DMG Mori Co hatte seinen Anteil auf über 75 Prozent ausgebaut und kann bei den Bielefeldern nun durchregieren. Zudem ging der langjährige Konzernlenker Rüdiger Kapitza nach der Machtübernahme des Mehrheitsaktionärs von Bord. Thönes kündigte im Herbst einen Konzernumbau an. Er wolle schlankere Strukturen schaffen, hatte er im Reuters-Interview gesagt. Den Verkauf des defizitären Batteriegeschäftes brachte Thönes im Januar über die Bühne. "Der DMG-Anteil an Energy Storage ist an einen strategischen Investor verkauft worden", sagte eine Konzernsprecherin.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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