Dokumentation
So begründet GM seine Entscheidung

General Motors will Opel behalten. Der US-Autobauer begründet diesen überraschenden Schritt mit der Bedeutung von Opel für die Strategie von GM. Und das ist nicht der einzige Grund, den General Motors vorbringt. Das Handelsblatt dokumentiert die offizielle Erklärung - die für die Opel-Beschäftigten wenig Gutes verheißt.
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HB NEW YORK. Der Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) hat das überraschende Festhalten an seiner europäischen Tochter am Dienstag in einer Pressemitteilung begründet:

"Angesichts der Verbesserung des Geschäftsumfeldes für GM in den vergangenen Monaten und der Bedeutung von Opel/Vauxhall für die globale Strategie von GM hat der GM-Verwaltungsrat beschlossen, Opel zu behalten, und wird eine ernsthafte Restrukturierung seines europäischen Geschäfts einleiten.

"GM wird seinen Restrukturierungsplan bald Deutschland und anderen Regierungen vorlegen und hofft dabei auf eine wohlwollende Prüfung", sagte Präsident und Konzernchef Fritz Henderson. "Wir verstehen, dass die Komplexität und Dauer dieses Themas für alle Beteiligten anstrengend war. Unser Ziel war aber von Beginn an, die beste langfristige Lösung für unsere Kunden, Beschäftigen, Zulieferer und Händler zu erzielen, was auch die heutige Entscheidung widerspiegelt. Sie wurde als der stabilste und kostengünstigste Ansatz angesehen, die langfristige Zukunft von Opel/Vauxhall zu sichern."

Auf vorläufiger Basis sieht der Plan von GM Restrukturierungskosten in einer Gesamthöhe von rund drei Mrd. Euro vor, deutlich weniger als in allen Investoren-Vorschlägen. GM wird mit allen europäischen Gewerkschaften zusammenarbeiten, um einen Plan für sinnvolle Beiträge zur Restrukturierung von Opel auszuarbeiten. Während sich Opel weiterhin besser entwickelt als im Sanierungsplan vorgesehen und die Liquidität derzeit stabil ist, ist die Zeit entscheidend.

"Obwohl die Lage angespannt bleibt, hat sich das Geschäftsumfeld in Europa aufgehellt", sagte Henderson. "Gleichzeitig haben sich die Finanzkraft und Stabilität von GM in den vergangenen Monaten deutlich verbessert. Das macht uns zuversichtlich, das Europageschäft erfolgreich restrukturieren zu können. Wir sind den Regierungen Deutschlands und anderer europäischen Länder für die harte Arbeit zur Bewältigung dieser wirtschaftlich schwierigen Zeit dankbar. Wir schätzen auch die Bemühungen von Magna und seiner russischen Partner, eine angemessene Vereinbarung zu erreichen."

Henderson fügte hinzu, dass GM auch hoffe, sein bereits bedeutendes Geschäft in Russland auszubauen und wieder direkt mit GAZ zusammenzuarbeiten, um dessen Geschäft zu modernisieren und den russischen Automarkt zu beiderseitigem Vorteil voranzubringen. Mehr Details zu nächsten Schritten in der Restrukturierung werden bekanntgegeben, sobald die Pläne und Entwicklungen feststehen."

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