Dole weist Vorwürfe zurück
Bananen-Händler unter Kartellverdacht

Die EU-Kommission ermittelt gegen ein mögliches Bananen-Kartell: Die Importfirmen Dole und Fyffes PLC teilten am Donnerstag mit, die Kommission habe ihnen Preisabsprachen zu Lasten der Verbraucher in Europa vorgeworfen.

HB BRÜSSEL/HAMBURG. Wie die Behörde am Freitag in Brüssel mitteilte, forderte sie eine Reihe von Firmen schriftlich auf, zu dem Verdacht Stellung zu nehmen, nannte aber selbst keine Namen. Sollten die Unternehmen die Preise durch Absprachen künstlich hoch gehalten haben, drohen ihnen empfindliche Strafen.

Die Dole Food Company hatte bereits vor einigen Tagen bestätigt, entsprechende Anschreiben von der Kommission erhalten zu haben und die Vorwürfe zurückgewiesen. „Das Unternehmen weist den Vorwurf wettbewerbsfeindlichen Verhaltens weit von sich und ist überzeugt, dass Dole nicht gegen die Wettbewerbsgesetze der EU verstoßen hat“, sagte Dole-Vizepräsident Michael Carter. Fyffes und der deutsche Partner Internationale Fruchtimporte Weichert in Hamburg bestätigten in einer Erklärung ebenfalls den Eingang der Schreiben. Beide kündigten an, die Vorwürfe zu untersuchen.

Nach Angaben von Dole seien eine Tochter und „andere nicht verbundenen Einfuhrunternehmen“ von der EU angeschrieben worden. Hintergrund seien demnach Durchsuchungen von Geschäftsstellen und Niederlassungen im Juni 2005, heißt es in einer Mitteilung. Dole werde eng mit der Kommission zusammenarbeiten, um einen möglichst tiefen und genauen Einblick in den Bananenmarkt zu vermitteln. Dole werde in den kommenden Monate detailliert Stellung zu den Vorwürfen nehmen.

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