Domäne des Mittelstands
Messtechniker sitzen an der Rheinschiene

Die Mess- und Regeltechnik, eine klassische Querschnittsbranche, braucht die Nähe zur Industrie. Vor allem entlang der Rheinschiene von Basel bis Leverkusen sitzen wichtige Unternehmen. Obwohl auch Großkonzerne wie Siemens und ABB in dieser Branche tätig sind, ist die Mess- und Regeltechnik eine Domäne des Mittelstandes.
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DÜSSELDORF. „Wir sind dort, wo die Kunden sind“, sagt Felix Seibl, Geschäftsführer im Bereich Messtechnik und Prozessautomatisierung im Fachverband ZVEI. Schließlich ist die Mess-, Steuer- und Regeltechnik eine klassische Querschnittsbranche mit einer Vielzahl von Anwendungsgebieten. Die Hauptkunden kommen aus den Bereichen Chemie und Pharma. Deshalb haben sich die Hersteller in der Nähe der großen Auftraggeber angesiedelt. Vor allem entlang der Rheinschiene von Basel bis Leverkusen sitzen wichtige Unternehmen.

Die Branche wächst mit den Kunden. Und derzeit geht es denen eher schlecht. Infolge der Konjunkturkrise sank der Umsatz im ersten Halbjahr um knapp 20 Prozent auf knapp sieben Milliarden Euro. „Die Branche ist aber nicht so stark konjunkturabhängig wie andere Bereiche“, sagt Seibl. Denn abgesehen von der Chemieindustrie spüren Kunden aus den Bereichen Pharma, Nahrung und Wassertechnik die Konjunkturausschläge weniger. Mittelfristig sind die Aussichten für Mess-, Steuer- und Regeltechnik wieder sehr gut.

Obwohl auch Großkonzerne wie Siemens und ABB in dieser Branche tätig sind, ist sie doch eine Domäne des Mittelstandes. Regional ist die Gegend um Freiburg ein Zentrum der Mess- und Regeltechnik. Rund 2 600 Arbeitsplätze sind hier seit dem Jahr 2000 in dieser Branche entstanden. Mit der Nähe zu dem Chemiezentrum um Basel und den Chemiewerken am Oberrhein haben sich in der Region Freiburg rund 80 Hersteller der Messtechnik niedergelassen. Zwei Unternehmen haben besonderes Gewicht: Endress + Hauser und die Sick AG.

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