Dr. Reddy's kauft Betapharm: Deutscher Generikahersteller geht an Inder

Dr. Reddy's kauft Betapharm
Deutscher Generikahersteller geht an Inder

Dr. Reddy's hat den Augsburger Hersteller von Nachahmer-Medikamenten Betapharm geschluckt. 480 Mill. Euro in bar sollen fließen. Damit kommt der indische Pharmakonzern einem Konkurrenten aus dem eigenen Land zuvor. Denn derzeit zieht es die Inder nach Europa.

HB/shf BOMBAY. Dr. Reddy's übernehme 100 Prozent des deutschen Unternehmens, teilte die Firma am Donnerstag in Bombay mit. Verkäufer ist die britische Beteiligungsgesellschaft 3i, die Betapharm erst 2004 für rund 300 Mill. Euro von den Hexal-Gründern Thomas und Andreas Strüngmann übernommen hatte. Der Weiterverkauf soll in der ersten März-Woche abgeschlossen werden. Die Übernahme ist die bisher größte Auslandsinvestition eines indischen Pharmaunternehmens.

Betapharm erzielte 2005 einen Umsatz von rund 185 Mill. Euro und ist damit der viertgrößte Anbieter von patentfreien Nachahmer-Medikamenten in Deutschland. Bei diesen so genannten Generika ist der Patentschutz abgelaufen. Betapharm war 1993 gegründet worden. Dr. Reddy’s, die Nummer zwei der indischen Pharmabranche, erzielte zuletzt einen Umsatz von umgerechnet rund 370 Mill. Euro.

Mit der Übernahme schlug Dr. Reddy's den indischen Mitbewerber Ranbaxy Laboratories aus dem Feld. Andere Interessenten wie die israelische Teva und der Pharmakonzern Sanofi-Aventis waren nach Brancheninformationen bei weitem nicht bereit, so hohe Preise zu zahlen.

In den vergangenen Monaten war wiederholt über einen Zukauf spekuliert worden. Dass indische Pharmakonzern an einem deutschen Generikahersteller interessiert waren, stand fest. Nur der Name des Wunschkandidaten in Deutschland war unbekannt. Unter anderem fielen die Namen der beiden im TecDac vertretenden Biotechnologieunternehmen Evotec und Medigene. Auch der weit größere Generika-Konzern Stada war immer wieder genannt worden.

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