Dramatisches Minus
GM fährt 15,5 Milliarden Dollar Verlust ein

Der schwer angeschlagene US-Autobauer General Motors (GM) hat wegen der Krise auf dem amerikanischen Automarkt im zweiten Quartal einen weiteren enormen Milliardenverlust erlitten. Für das zweite Quartal gab der US-Konzern am Freitag vor Börseneröffnung einen Nettoverlust von 15,5 Mrd. Dollar nach einem Gewinn von 891 Mill. Dollar im Vorjahreszeitraum bekannt. Der Verlust je Aktie betrug ohne Sonderposten 11, 21 Dollar.

HB DETROIT. Von Reuters befragte Analysten hatten auf dieser Grundlage einen Verlust von 2,67 Dollar erwartet. Der Umsatz betrug 38,2 Mrd. Dollar nach 46,7 Mrd. Dollar vor Jahresfrist. GM-Aktien lagen nach Bekanntgabe der Zahlen vorbörslich mehr als sechs Prozent im Minus.

Der Verlust ist der drittschwerste in der Geschichte des Unternehmens. Der größte US-Autobauer machte dafür unter anderem einen Rückgang seines Nordamerika-Absatzes um ein Fünftel verantwortlich. Bei den SUV-Sportgeländewagen machten sich auch die deutlich reduzierten Preise bemerkbar. Die mittlerweile als Spritschlucker verschrienen Modelle werden angesichts des vergleichsweise hohen Benzinpreises von den US-Käufern verschmäht.

In Europa machen GM die schwächelnden Automärkte in Deutschland, Italien, England und Spanien zu schaffen. Hinzu kommen höhere Rohstoffkosten und der schwache Dollar. Der Vorsteuergewinn brach im zweiten Quartal auf 20 Mill. Dollar ein, nachdem im Vorjahreszeitraum noch 315 Mill. Dollar zu Buche standen. 80 Prozent des Europageschäfts macht die Marke Opel/Vauxhall aus. Trotz des massiven Gewinnrückgangs kämen auf die Beschäftigten in Europa keine weiteren Restrukturierungsprogramme zu, bekräftigte ein Sprecher. Auch wichtige Produktprogramme seien nicht in Gefahr.

Der massive Rückgang wurde unter anderem mit Sondereffekten wie Abfindungen an ausscheidende Mitarbeiter vor allem im Opel-Werk Antwerpen begründet. Dagegen stieg der Umsatz von 9,5 auf 10,6 Milliarden Dollar.

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