Drastisches Sparprogramm: Zetsche zieht Notbremse bei Chrysler

Drastisches Sparprogramm
Zetsche zieht Notbremse bei Chrysler

Daimler-Chrysler greift angesichts der dramatischen Verluste bei seiner US-Tochter zu harten Maßnahmen.

ali/ebe/hz/kol DETROIT/FRANKFURT/PARIS. Im kommenden Jahr sollen bei Chrysler weitere 13 000 Stellen gestrichen und ein Werk soll geschlossen werden. Selbst ein kompletter Verkauf ist nicht mehr ausgeschlossen: Erstmals bestätigte Daimler-Chrysler-Chef Dieter Zetsche offiziell, dass er für Chrysler „alle Optionen“ prüfe. Die Börse honorierte die Mitteilung mit einem Kurssprung auf 52 Euro – mehr als fünf Prozent über Vortagesschluss.

Die Bilanzzahlen für das Geschäftsjahr 2006 dokumentieren die ganze Dramatik der zunehmenden Spaltung des Konzerns. Während die Premiummarke Mercedes im abgelaufenen Jahr einen operativen Gewinn von 2,4 Mrd. Euro erzielte, musste Chrysler einen Verlust von 1,1 Mrd. Euro hinnehmen. Im Vorjahr hatte Chrysler noch 1,5 Milliarden Euro verdient.

Der Gesamtbetriebsratsvorsitzende von Daimler-Chrysler, Erich Klemm, begrüßte die jüngsten Pläne des Managements und warnte davor, Chrysler könne den ganzen Konzern in einen „finanziellen Abwärtsstrudel“ ziehen. Die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat verlangten bereits seit 2006 eine alternative Planung des Vorstands. Zugleich werde deutlich, dass die Synergiepotenziale zwischen Mercedes-Benz und Chrysler begrenzt seien, betonte Klemm.

Technisch wäre eine Trennung von Chrysler in der Tat unkompliziert. „Technologisch ist dies relativ einfach, da Chrysler und Mercedes nie einen Produktionsverbund eingegangen sind“, sagte Michael Raab, Autoanalyst vom Bankhaus Sal. Oppenheim. Chrysler- und Mercedes-Fahrzeuge laufen bis heute nicht von einem Band und haben keine gemeinsame Produktentwicklung, betonte der Experte. Lediglich bei Forschung und Einkauf gebe es Zusammenarbeit, aber dies stelle keine unüberwindliche Hürde dar.

Die „Detroit News“ berichtete am Mittwoch auf ihrer Website unter Berufung auf Unternehmenskreise, Daimler-Chrysler habe die Bank damit beauftragt. Zuvor hatte DaimlerChrysler-Chef Dieter Zetsche keine Antwort auf die Frage gegeben, ob im Zusammenhang mit Chrysler eine Investmentbank beauftragt worden sei.

Steuersparen und gewinnen mit Konz:
Jeden Tag ein neuer Tipp, um dem Fiskus wirksam Paroli zu bieten.
Hier gehts zu Special und Gewinnspiel...

Seite 1:

Zetsche zieht Notbremse bei Chrysler

Seite 2:

Seite 3:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%