Dreamliner
Boeings Traumflugzeug meistert Jungfernflug

Erleichtert klatschten Tausende von Beschäftigten Beifall. Der Flugzeugbauer Boeing atmet auf. Die neue "Dreamliner" ist erfolgreich zu ihrem Jungfernflug gestartet – und sicher wieder gelandet. Dabei stand der Start des Flugzeugs, an das Boeing so viele Hoffnungen knüpft, bis zuletzt auf der Kippe.
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HB EVERETT. Das fast drei Jahre verspätete Langstreckenflugzeug hob unter dem erleichterten Beifall Tausender Boeing-Mitarbeiter am Firmenflugfeld bei nasskaltem Wetter ab. Die jüngsten Schwierigkeiten in der langen "Dreamliner"-Pannenserie betrafen die Verbindung von Rumpf und Tragflächen des High-Tech-Flugzeugs. Deshalb musste der Erstflug im Sommer um knapp ein halbes Jahr verschoben werden. Mit einer mehr als zweijährigen Verzögerung ist am Dienstag der neue "Dreamliner" von Boeing zu seinem Jungfernflug gestartet.

Die 787 startete vom Fabrikgelände in Everett nahe Seattle (US-Staat Washington) reibungslos zu einem mehrstündigen Flug. Begleitet von zwei Militärjets, soll die Maschine zunächst einige Zeit über dem Pazifik kreisen. Nach gut drei Stunden landete der Dreamliner am Abend wieder sicher auf dem Flugfeld. Wegen technischer Probleme musste der Erstflug der Boeing 787 in der Vergangenheit immer wieder verschoben werden. Das am 8. Juli 2007 erstmals der Öffentlichkeit gezeigte Flugzeug hat bereits reichlich Vorschlusslorbeeren erhalten und schon hunderte Bestellungen kassiert. Von Fachleuten wird das neue Flugzeug als einen "Quantensprung" im Flugzeugbau gesehen.

Die 787 ist in gewisser Weise Boeings Antwort auf den Airbus A380, das größte Passagierflugzeug der Welt. Boeing hatte sich entschieden, nicht ein Konkurrenzmodell von ähnlichen Ausmaßen zu bauen, sondern setzt auf ein mittelgroßes Modell mit hoher Reichweite. Damit wird der "Dreamliner" zu dem wesentlichen Konkurrenten für den Airbus A350 XWB, der im Jahr 2013 auf den Markt kommen soll.

Boeing will mit dem Erstflug seines krisengeplagten Hoffnungsträgers 787 "Dreamliner" die Pannenserie bei dem neuartigen Flugzeug hinter sich lassen.

Wenige Stunden vor dem "Dreamliner"-Jungfernflug hatte der Hersteller Boeing eine Verschiebung des Starts wegen schlechten Wetters nicht ausgeschlossen. "Die Lage ist ein wenig problematisch", sagte ein Sprecher des Flugzeugbauers am. Südlich des Fabrikgeländes in Everett nahe Seattle (US-Staat Washington) lauerte ein Regengebiet. Voraussetzung für den ersten Flug der Boeing 787 "Dreamliner" sind aber günstige Wetterbedingungen: Gute Sicht, höchstens schwacher Wind und kein Wasser auf der Startbahn.

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