Dreamliner ist Verkaufshit
Boeing kann sich vor Aufträgen kaum retten

Boeing hat mit neuen Milliardenaufträgen von drei Fluggesellschaften für 28 Maschinen die Auftragsliste beeindruckend ausgeweitet.

dpa-afx CHICAGO. Besonders umfangreich waren die Neuaufträge für den Boeing-Bestseller, das neue Großraumflugzeug Boeing 787 Dreamliner. Die erste dieser Maschinen wird 2008 auf den Markt kommen. Auch beim älteren Modell Boeing 747 macht der Hersteller mit einer neueren Frachterversion, der Boeing 747-8, deutliche Fortschritte. Airbus hatte kürzlich die Entwicklung der Frachterversion des Superjumbos A380 auf Eis gelegt.

Die Alafco Lease and Finance Company (Kuwait) bestellte zwölf zweistrahlige Großraumflugzeuge vom Typ 787-8 Dreamliner und sechs kleinere 737-800 Maschinen. Der Auftragswert wurde von der Flugzeug- Leasingfirma und Boeing zu Listenpreisen auf insgesamt 2,26 Mrd. Dollar (1,7 Mrd Euro) beziffert. Alafco sei der erste Kunde im Nahen Osten für den 787 Dreamliner. In der Regel erhalten Airlines Kaufrabatte in ungenannter Höhe.

Die amerikanische Fluggesellschaft Continental Airlines orderte fünf Maschinen vom Typ 787-9 und wandelte einen früheren Auftrag für zwölf 787-8-Maschinen in einen Auftrag für zwölf der etwas größeren 787-9-Typen um. Boeing und Continental nannten keinen Auftragswert, doch kostet ein 787-9-Dreamliner zu Listenpreisen bis zu 188 Mill. Dollar und die 787-8-Version bis zu 157,5 Mill. Dollar je Stück.

Die 787-9 ist für 250 bis 290 Passagiere ausgelegt und kann etwas weiter fliegen als die 787-8. Dieses Flugzeug kann 210 bis 250 Passagiere befördern. Der Dreamliner erzielt nach Boeing-Angaben Treibstoffeinsparungen von bis zu 20 Prozent gegenüber vergleichbaren Typen. Airbus hinkt mit der Entwicklung des Konkurrenztyps A350xwb um Jahre hinter Boeing hinterher, so dass der auf Höhenflug befindliche US-Konkurrent mit dem Dreamliner absahnt.

Boeing hat bereits Aufträge von 37 Airlines im Gesamtwert von mehr als 70 Mrd. Dollar für 470 Flugzeuge von Typ 787 Dreamliner angesammelt. Dies sei der erfolgreichste Start der Geschichte für ein Verkehrsflugzeug, erklärte der amerikanische Flugzeugbauer.

Boeing hat außerdem von der russischen Luftfrachtfirma Volga-Dnepr Group einen Auftrag für fünf Frachtflugzeuge vom Typ Boeing 747-8 erhalten. Die russische Gesellschaft hat zusätzlich Kaufrechte für fünf weitere der Frachtjumbos erhalten. Die Maschinen kosten zu Listenpreisen 1,4 Mrd. Dollar.

Der philippinische Billigflieger Cebu Pacific Air hat unterdessen zehn Airbus A 320 bestellt und sich Optionen auf zehn weitere Maschinen gesichert. Das Geschäft habe einen Umfang von 1,3 Mrd. Dollar (knapp eine Milliarde Euro), teilte die Fluggesellschaft mit. Cebu ist die zweitgrößte Fluggesellschaft auf den Philippinen mit gut 90 Inlands- und sieben Auslandsflügen am Tag.

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