Drei Milliarden Euro
Peugeot bereitet Kapitalerhöhung vor

Gerüchte um Investitionen bei Peugeot: Das chinesische Unternehmen Dongfeng Motor will mit rund 1,5 Milliarden Euro bei dem angeschlagenen Autobauer einsteigen. Der französische Staat soll die gleiche Summe beisteuern.
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ParisDer angeschlagene Autobauer PSA Peugeot Citroen bereitet nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters aus mit den Verhandlungen vertrauten Kreisen eine Kapitalerhöhung im Volumen von drei Milliarden Euro vor. Der französische Staat und das chinesische Unternehmen Dongfeng Motor sollten jeweils 1,5 Milliarden Euro investieren und damit zwischen 20 und 30 Prozent an dem Unternehmen übernehmen. Damit verlöre die Eignerfamilie die Kontrolle über das Unternehmen. Zweitgrößter Aktionär nach der Peugeot-Familie ist bislang General Motors.

Nach Angaben von drei Gewährsleuten machte sich eine Delegation aus Firmen-Managern, französischen Regierungsvertretern und Bankern noch am Freitag auf dem Weg nach China, um die Verhandlungen voranzutreiben. Der Einstieg der Chinesen bei dem Traditions-Autobauer solle von einem Ausbau des bereits bestehenden Gemeinschaftsunternehmens von Peugeot Citroen und Dongfeng DPCA flankiert werden.

Am Mittwoch hatte ein Sprecher des französischen Konzerns bestätigt, dass Partnerschaften ausgelotet würden. Auch über die Finanzausstattung von Peugeot werde verhandelt, hatte das Unternehmen mit Blick auf chinesische Medienberichte über einen Einstieg von Dongfeng erklärt. Dongfeng konnte für eine Stellungnahme zunächst nicht erreicht werden, das französische Finanzministerium lehnte einen Kommentar ab.

Peugeot ist von der Absatzkrise vieler Autobauer in den vergangenen Jahren massiv betroffen. Nach einem Milliardenverlust im vergangenen Jahr fährt der Konzern einen Sparkurs.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Drei Milliarden Euro: Peugeot bereitet Kapitalerhöhung vor"

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  • Ich will auch, dass sich Deutschland zur eigenen Interessenwahrung in bedrohte Deutsche Firmen einkauft.

  • Bravo.
    Damit wäre Totengräber, Billigstwarenproduzent, Stake- und Shareholderplünderer GM ein weiteres Stüch vom europäischen Kontnent zurückgedrängt.

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