Drei Werke angeblich vor dem Aus: Bei Chrysler wackeln erneut 10 000 Jobs

Drei Werke angeblich vor dem Aus
Bei Chrysler wackeln erneut 10 000 Jobs

Beim US-Automobilhersteller Chrysler sind einem Medienbericht zufolge bis zu 10 000 weitere Arbeitsplätze in Gefahr. Die „Detroit Free Press“ berichtete am Sonntag unter Berufung auf Branchenexperten, bei der anstehenden Sparrunde seien mindestens drei Fabriken von der Schließung bedroht. Daimler-Chrysler wollte den Bericht nicht kommentieren.

ebe/HB NEW YORK. Der Automobilkonzern will im Rahmen der Bilanzpressekonferenz nächste Woche in Auburn Hills einen weiteren Sanierungsplan für Chrysler vorlegen. Die US-Sparte des Stuttgarter Konzerns ist im Vorjahr wieder tief in den roten Zahlen gerutscht und wies allein im dritten Quartal einen Verlust von 1,5 Mrd. Dollar aus. Chrysler leidet wie seine US-Rivalen General Motors und Ford unter hohen Überkapazitäten bei schweren Geländewagen, die in der Gunst der Kunden zurückgefallen sind.

Als die Nachfrage 2006 bereits deutlich im Minus lag, baute Chrysler eine Vielzahl von Autos ohne Auftrag weiter und löste damit eine Händler-Revolte aus. Die US-Sparte von Daimler beschäftigt derzeit noch rund 80 000 Mitarbeiter. Dieter Zetsche hatte bereits zu Beginn des Jahrzehnts 40 000 Jobs gestrichen, damals noch als Chrysler-Chef. Inzwischen ist Zetsche der erste Mann im Daimler-Konzern – und Chrysler wieder sein größtes Problem. Offiziell hat der Konzern bisher nur angekündigt, die Kosten in den USA müssten nachhaltig um 2,3 Mrd. Dollar gesenkt werden.

Als hochgradig von der Schließung gefährdet gilt das Chrysler-Werk Newark im US-Bundesstaat Delaware mit rund 2 000 Mitarbeitern. Dort wird der Geländewagen Dodge Durango produziert, der kaum mehr Anklang bei der Kundschaft findet. US-Medien zufolge haben Abgeordnete aus Delaware bereits Subventionen angeboten, um das Werk vor dem drohenden Aus zu bewahren. Analyst Kevin Tynan von Argus Research geht davon aus, dass Chrysler insgesamt weitere 8 000 bis 10 000 Jobs streichen wird.

Chrysler-Chef Tom LaSorda räumte am Samstag bei einem Auftritt vor rund 3000 US-Markenhändlern während des Jahrestreffens der US-Autohändler in Las Vegas ein, dass das anstehende Sanierungsprogramm einige „Veränderungen“ für die Produktion mit sich bringen werde. Er nannte jedoch keine Einzelheiten.

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