Dreikampf um Automobilvorherrschaft VW, GM und Toyota kämpfen mit harten Bandagen

Beim Wettstreit zwischen Volkswagen, General Motors und Toyota um den Thron des absatzstärksten Autokonzerns wird mit harten Bandagen gekämpft. Entschieden wird über die Vorherrschaft auf den Märkten in China und USA. Der Dreikampf wird dabei nicht nur im Handel ausgetragen, sondern auch von Zahlenspielereien bestimmt.
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VW-Logo: Europas größter Autokonzern will an die Weltspitze. Quelle: dpa

VW-Logo: Europas größter Autokonzern will an die Weltspitze.

(Foto: dpa)

FRANKFURT. Das teuerste Auto auf der Pekinger Automesse ging am schnellsten weg: Für umgerechnet 3,8 Millionen Euro verkaufte der VW-Konzern einen Bugatti Veyron gleich am ersten Tag der diesjährigen Motor Show in der chinesischen Hauptstadt. China ist zum Kampfplatz Nummer eins für die wichtigsten Autokonzerne geworden. Schon heute ist China mit mehr als zehn Millionen Autos der größte Markt der Welt - und seine Bedeutung wächst weiter. Für Daimler-Boss Dieter Zetsche hängt die Zukunft der gesamten deutschen Automobilindustrie vom Erfolg in Schwellenländern wie China ab.

Kein Hersteller kommt im Dreikampf zwischen Toyota, VW und General Motors um den Thron des absatzstärksten Autoherstellers deshalb an China vorbei - entsprechend hart wird dort um Verkaufsziffern und Absatzerfolge gerungen. So wird das erbitterte Duell um die Vorherrschaft nicht nur im Handel ausgetragen, sondern auch davon bestimmt, welche Zahlen die Manager zur Grundlage nehmen.

Denn im Wettstreit um den Auto-Thron wird mit harten Bandagen gekämpft. Folgen die Führungskräfte den Berechnungen der Autokonzerne, wird im laufenden Jahr sowohl der von Rückrufaktionen gebeutelte Branchenführer Toyota als auch der wiederbelebte US-Konzern General Motors (GM) mehr als acht Millionen Fahrzeuge absetzen. Der europäische Spitzenreiter VW legt zwar ebenfalls tüchtig zu und verkauft wohl erstmals mehr als sieben Millionen Fahrzeuge. Die Wolfsburger müssen sich aber vorerst mit Position drei zufriedengeben.

Doch die Absatzzahlen der Amerikaner haben einen kleinen Schönheitsfehler: GM zählt dabei auch Fahrzeuge der chinesischen Gemeinschaftsfirma SAIC-GM-Wuling mit, an der das Unternehmen eine Minderheitsbeteiligung hält. GM und SAIC arbeiten seit 13 Jahren zusammen. Seit der Rückkehr von GM an die Börse hält SAIC ein Prozent an dem US-Konzern, während GM seinen Anteil am Wuling-Joint-Venture von 34 Prozent erst gerade um zehn Prozent erhöht hat. Die übrigen Hersteller halten dagegen 49 bis 50 Prozent an den chinesischen Kooperationsfirmen, die sie zu ihren Absatzziffern addieren.

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