Drittes Quartal
Bilfinger Berger versechsfacht den Gewinn

Deutschlands zweitgrößter Baukonzern Bilfinger Berger hat im dritten Quartal dank eines robusten Dienstleistungsgeschäfts den Gewinn überraschend deutlich gesteigert.

dpa-afx MANNHEIM. Unter dem Strich seien 40 Mill. Euro erwirtschaftet worden nach sieben Mill. Euro ein Jahr zuvor, wie die im MDax notierte Gesellschaft am Montag in Mannheim mitteilte. Von dpa-AFX befragte Analysten hatten im Durchschnitt 33 Mill. Euro erwartet. Für 2006 sehen die Mannheimer derweil eine etwas höhere Bauleistung als bisher.

Im Vergleich zum schwachen Vorjahreswert kletterte das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (Ebita) im Berichtszeitraum von 15 Mill. auf 66 Mill. Euro. Vor einem Jahr hatte eine Wertberichtigung im australischen Hochbau das Ergebnis stark belastet. Die befragten Analysten hatten im Durchschnitt 55 Mill. Euro erwartet. Der Umsatz kletterte im dritten Quartal von 1,722 Mrd. auf 1,998 Mrd. Euro.

RÜCkgang BEI Neun-Monats-Ergebnis

Im Hoch- und Industriebau sei eine Belebung der Nachfrage in Deutschland festzustellen. Zusätzliche Impulse seien durch privatwirtschaftliche Betreibermodelle zu erwarten, hieß es. Im Ingenieurbau sei die Nachfrage in Australien stark, während das Dienstleistungsgeschäft in allen Bereichen "erfreulich" wachse. Die Ertragsentwicklung sei hier "hervorragend". In den ersten neun Monaten kletterte das Ebita dieses Geschäftsfeldes um 42 Prozent auf 84 Mill. Euro.

Angesichts der im zweiten Quartal vorgenommenen Wertberichtigung in Höhe von 63 Mill. Euro auf Betreiberprojekte blieb das Neunmonatsergebnis allerdings deutlich unter dem Vorjahreswert. Der Überschuss sank auf vier (Vorjahr: +23) Mill. Euro. Die Leistung kletterte unterdessen im selben Zeitraum um sieben Prozent auf 5,647 Mrd. Euro. Der Auftragseingang lag den Angaben zufolge mit 7,393 Mrd. Euro um 26 Prozent über dem Vorjahreswert. Gründe seien vor allem neue Großprojekte im Ingenieurbau und das dynamische Wachstum der Dienstleistungsaktivitäten. Der Auftragsbestand legte um 20 Prozent auf einen neuen Rekordwert von 8,553 Mrd. Euro zu.

Für 2006 sehen die Mannheimer derweil eine etwas höhere Leistung als bisher: Die Leistung solle auf mehr als 7,7 (Vorjahr 7,06) Mrd. Euro klettern, hieß es. Bisher hatte Konzern-Chef Herbert Bodner lediglich 7,5 Mrd. Euro in Aussicht gestellt. Für den Ertrag wurden die bisherigen Ziele bekräftigt. Es sei eine "erhebliche Zunahme" des Ebita und eine "weitere Steigerung" des Konzernergebnisses gegenüber dem Vorjahr zu erwarten. Die Rendite auf das eingesetzte Kapital werde die Zielmarke von elf Prozent übertreffen. Der Verkauf von drei Betreiberprojekten dürfte im vierten Quartal wie geplant abgeschlossen werden.

Am Finanzmarkt war die Reaktion auf die Neun-Monats-Zahlen positiv. Die Aktien legten vorbörslich zu, während für den Gesamtmarkt eine knapp behauptet Tendenz erwartet wird. Einem Händler zufolge ist insbesondere der starke Zuwachs beim Auftragseingang positiv. Auch der Ausblick stimme optimistisch.

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