Drittes Quartal
Glaxo Smith Kline übertrifft Erwartungen

Der weltweit zweitgrößte Pharmakonzern Glaxo Smith Kline hat im dritten Quartal die Gewinnerwartungen der Analysten übertroffen und den Ausblick für 2006 angehoben.

dpa-afx LONDON. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Konzernchef Jean-Pierre Garnier nun mit einem prozentualen Plus um 15 Prozent beim Ergebnis pro Aktie (EPS), teilte Glaxo Smith Kline am Donnerstag in London mit. Zuletzt hatte der Pharmakonzern rund zwölf Prozent angepeilt. Zwischen Juli und September steigerte GSK den Vorsteuergewinn auf 2,022 Mrd. Pfund (VJ: 1,753) und übertraft damit die Analystenprognosen von 1,84 Mrd. Pfund.

Der Umsatz verbesserte sich auf 5,642 Mrd. Pfund (VJ: 5,471), blieb aber hinter den Erwartungen der Analysten von 5,77 Mrd. Pfund zurück.

Zwischen Juli und September steigerte Glaxo Smith Kline das Ergebnis pro Aktie von 21,3 Pence auf 24,7 Pence. Analysten waren im Schnitt von einem Anstieg auf 22,1 Pence ausgegangen. Konzernchef Garnier kündigte ein neues Aktienrückkaufprogramm in Höhe von zwei Mrd. Pfund für dieses Jahr an. In den nächsten drei Jahren will der Konzern Aktien im Wert von sechs Mrd. Pfund zurückkaufen.

Der Zulassungsantrag für Cervarix zur Behandlung von Gebärmutterhalskrebs in den USA wurde auf April 2007 verschoben. Bisher wollte Glaxosmithkline den Antrag Ende 2006 stellen. In Europa hatte GSK im Frühjahr den Zulassungsantrag gestellt. Analysten schätzen das mögliche weltweite jährliche Umsatzpotenzial für Cervarix auf mehr als 1 Milliarde Dollar.

Angetrieben vom Pharmageschäft in den USA steigerte Glaxo Smith Kline den Pharmaumsatz um sieben Prozent auf 4,9 Mrd. Pfund. Das Asthma-Mittel Advair verzeichnete im Quartal einen Umsatzanstieg von 14 Prozent auf 813 Mill. Pfund, während das Diabetes-Mittel um die Avandia-Familie um elf Prozent auf 378 Mill. Pfund zulegte. Im Impfstoffgeschäft stiegen die Erlöse bei Glaxo Smith Kline um fünf Prozent auf 412 Mill. Pfund./ep

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