Drittes Quartal
Serono übertrifft die Erwartungen

Der vor der Übernahme durch die Darmstädter Merck KGaA stehende größte europäische Biotech-Konzern Serono hat im dritten Quartal deutlich mehr verdient und umgesetzt als von Analysten erwartet.

dpa-afx GENF. Das operative Ergebnis verbesserte sich im Berichtszeitraum um 25,2 Prozent auf 199,60 Mill. Dollar, teilte Serono am Donnerstag in Genf mit. Analysten hatten im Schnitt mit einem Anstieg auf 187 Mill. Dollar gerechnet.

Unter dem Strich stieg der Gewinn von 142,38 auf 170,61 Mill. Dollar an. Hier waren 164 Mill. erwartet worden. Angetrieben vom Umsatzzuwachs des Multiple Sklerose-Mittels Rebif stieg der Umsatz auf 699,05 Mill. Dollar (VJ: 638,32). Branchenexperten waren im Durchschnitt von 678 Mill. Dollar ausgegangen.

Der Umsatz des wichtigsten Serono-Medikaments, Rebif, stieg im dritten Quartal weltweit um 18,7 Prozent auf 374,8 Mill. Dollar. Rebif ist ein Konkurrenz-Produkt zum Schering-Medikament Betaferon, das in den USA als Betaseron vermarktet wird.

Wie der Konzern weiter mitteilte, verbesserte sich die operative Marge im dritten Jahresviertel von 25,0 Prozent im Vorjahr auf nunmehr 28,6 Prozent. "Wir haben ein hervorragendes Quartal hinter uns mit einer starken Entwicklung von Rebif", wird Konzernchef Ernesto Bertarelli in der Mitteilung zitiert.

Die im MDax notierte Merck KGaA hatte Ende September überraschend die Übernahme von Serono mitgeteilt. Vorbehaltlich der Zustimmung der Kartellbehörden und des Kaufabschlusses übernimmt Merck, 64,5 Prozent des Serono-Kapitals sowie 75,5 Prozent der Stimmrechte. Dafür will Merck 1 100 Schweizer Franken je Aktie in bar zahlen und den Aktionären ein öffentliches Übernahmeangebot unterbreiten. Die Veröffentlichung des Angebotsprospekts wird für Anfang November erwartet. Die Übernahme gilt als sicher, da sich Merck mit der Zustimmung der Inhaber-Familie Bertarelli bereits die Stimmenmehrheit gesichert hat.

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