Druck aus den USA war zu hoch
Iranischer Vertreter verlässt Thyssen-Krupp-Aufsichtsrat

Der Vertreter des Iran, Mohamad-Mehdi Navab-Motlagh, verlässt auf Druck der USA den Aufsichtsrat von Thyssen-Krupp. Der Düsseldorfer Stahl- und Industriegüterkonzerns will damit nach Auffassung von Beobachtern drohenden Restriktionen in seinem US-Geschäft vorbeugen.

HB DÜSSELDORF. Die Beteiligung des Iran zunächst an Krupp Stahl und später auch an der Muttergesellschaft Fried. Krupp GmbH war in den Jahren 1974 und 1977 vom Schah von Persien eingefädelt worden.

Nach einem von dem Unternehmen veröffentlichten Vorschlag für die Neuwahlen zum Aufsichtsrat, der der Hauptversammlung am 21. Januar kommenden Jahres vorgelegt werden soll, sollen insgesamt fünf der zehn Aufsichtsratsposten neu besetzt werden. Neu in das Gremium einziehen sollen Siemens-Chef Heinrich von Pierer, Daimler-Chrysler-Vorstand Jürgen Hubbert, der Bochumer Professor für Betriebswirtschaftslehre Bernhard Pellens sowie als internationale Vertreter Professor Wan Gang von der Tongji Universität in Schanghai und Christian Streiff von der französischen Saint-Gobain Gruppe.

Bereits im vergangenen Jahr hatte Thyssen-Krupp von dem Großaktionär Iran 16,9 Mill. eigener Aktien für rund 406 Mill. € zurückgekauft. Damit war der Anteil des Iran von zunächst 7,8 % auf 4,5 % und damit unter die für die USA „kritische Grenze“ von fünf Prozent gesunken. Mittelfristig werde mit einer Beendigung des Engagements des Irans gerechnet, hieß es. Unternehmen, an denen Länder wie der Iran mit über fünf Prozent beteiligt sind, können auf eine „Schwarze Liste“ gesetzt und von öffentlichen Aufträgen in den USA ausgeschlossen werden.

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