Druckfarbenhersteller
Finanzinvestor CVC will Flint verkaufen

Der Evonik-Anteilseigner CVC will sich Medienberichten zufolge vom Druckfarbenhersteller Flint trennen. Es geht um einen Milliardenbetrag. Knapp ein Dutzend Interessenten sollen angesprochen worden sein.
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BerlinDer Finanzinvestor CVC will einem Zeitungsbericht zufolge den Druckfarbenhersteller Flint für einen Milliardenbetrag verkaufen. Ein früher angepeilter Börsengang von Flint sei nun kein Thema mehr, berichtete die „Financial Times Deutschland“ (Dienstagausgabe) vorab unter Berufung auf Finanz- und Branchenkreise.

Stattdessen hätten das Unternehmen und die von ihm beauftragten Banken knapp ein Dutzend potenzielle Interessenten angesprochen. Darunter seien Wettbewerber ebenso wie Finanzinvestoren. Der Verkaufsprozess sei in einer frühen Phase. Die endgültige Entscheidung solle am kommenden Montag fallen.

Mit dem Verkaufsprozess beauftragt worden seien die Deutsche Bank und Greenhill. CVC und die Banken lehnten dem Blatt zufolge Stellungnahmen ab. Der Finanzinvestor hatte Flint im März als reif für einen Ausstieg bezeichnet.

Der Druckfarbenhersteller verdiente im vergangenen Jahr operativ (Ebitda) 310 Millionen Euro und erzielte der Zeitung zufolge einen Umsatz von 2,2 Milliarden. CVC ist auch am Essener Chemiekonzern Evonik beteiligt. Dessen Börsenpläne stehen wegen der Markturbulenzen infolge der Euro-Schuldenkrise vor dem Aus.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Es wird in jedem Fall spannend werden wohin die Reise mit diesem Konzern geht. Ein Investor wird wenig Freude haben mit diesem unflexibelen Riesen der in vollkommen veralterten Produktionsstätten produziert. Investiert wurde in weitere Zukäufe, die oft keinen Sinn machten. Bei dieser Größe bleibt eigentlich nur noch das Filetieren und das Filetstück ist das Geschäft mit Flexodruckplatten. Aber was wird aus dem Rest? Publication, Headset und Coldset sind rückläufig und Volumina wurden in letzter Zeit nur über Kampfpreise wieder zurückgewonnen. Eine alte Flint Variante vor einem bevorstehenden Verkauf. Ein Milliarden Geschäft soll das werden, da fragt man sich nur wofür. Die Braut ist zwar geschmückt, aber Haus und Hof haben keinen Wert.

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