Druckmaschinen
Deutscher Traditionsbranche geht die Puste aus

Druckmaschinen aus deutscher Herstellung haben die massenhafte Verbreitung von Büchern erst möglich gemacht. Doch der Traditionsbranche geht allmählich die Puste aus. Der Grund: Billigkonkurrenz aus Asien und neue Medien.
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AugsburgDer Buchdruck mit beweglichen Lettern ist eine Erfindung des Mainzers Johannes Gutenberg. Die Herstellung von Druckmaschinen ist Jahrhunderte später noch immer überwiegend in deutscher Hand. Doch der traditionsreiche Zweig des vielgerühmten heimischen Maschinenbaus ist nur noch ein Schatten seiner selbst.

Der Glanz früherer Jahre ist bei den drei führenden Herstellern Koenig & Bauer, Heidelberger Druck und Manroland geschwunden. Sie haben praktisch alle ihre Wurzeln in der 1817 bei Würzburg gegründeten Fabrik von Friedrich Koenig und Andreas Bauer. Danach nahm die Geschichte der Unternehmen viele Wendungen, es gab Übernahmen und Fusionen.

Jahrzehntelang waren die Firmen führend auf dem Weltmarkt. Sie und ihre Vorläufer hatten den maschinellen Druck revolutioniert und danach bestimmt. Noch vor wenigen Jahren regierten die drei Konzerne über fast zwei Drittel des Weltmarktes. Doch der digitale Wandel, sinkende Zeitungsauflagen und ein harter Kampf um Marktanteile machen den Herstellern seit Jahren schwer zu schaffen.

Die jüngste Finanz- und Wirtschaftskrise brachte dann viele Firmen an die Grenze. Sie alle leiden auch unter dem harten Preiskampf mit der Konkurrenz aus Fernost. Mit Manroland hat die Dauerkrise nun ein prominentes Opfer.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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