Druckmaschinen
Heidelberger Druck streicht 4000 Stellen

Der Stellenabbau bei Heidelberger Druck steht. Der Druckmaschinenhersteller will 4000 Arbeitsplätze weltweit abbauen - 1500 davon in Deutschland. Und das ist noch nicht alles.

FRANKFURT. Der angeschlagene Druckmaschinenhersteller Heidelberger Druck hat mit dem Betriebsrat eine Einigung für den geplanten Stellenabbau erzielt. Demnach sollen im laufenden Geschäftsjahr 2009/2010 weitere 1 500 Beschäftigte das Unternehmen verlassen, wie die Gesellschaft am Mittwoch mitteilte. Zusammen mit den bereits vereinbarten Einschnitten fällt die Zahl der Mitarbeiter damit um 4 000.

Der Stellenabbau ist Teil eines Sparprogramms, mit dem die jährlichen Kosten um 400 Mio. Euro gedrückt werden sollen. Rund 250 Mio. Euro davon sollen durch Einschnitte beim Personal erzielt werden. Die Ausgaben für Löhne und Gehälter sinken damit um ein Viertel gegenüber dem Vorjahreswert. Durch den Umbau fallen Belastungen in Höhe von 179 Mio. Euro an, die der Konzern bereits im vergangenen Geschäftsjahr zurückgestellt hatte.

Vorstandschef Bernhard Schreier hatte bei Bekanntgabe des Sparpakets gesagt, dass dies einem Gegenwert von bis zu 5 000 Stellen entspreche. Dass nun weniger Stellen wegfallen erklärte ein Konzernsprecher unter anderem mit dem Verzicht auf tarifliche Zulagen. Die Zahl der betroffenen Mitarbeiter fallen damit geringer aus, sagte er.

Bereits in den vergangenen Jahren hat das Unternehmen Tausende von Stellen gestrichen. Ende Juni arbeiteten für den Konzern noch gut 18 400 Menschen. Heideldruck wird wie die Konkurrenten Koenig & Bauer und Manroland von der Konjunkturkrise schwer getroffen, allerdings setzt auch die Schwäche des Werbemarkts den Firmen zu. Als Reaktion auf die Flaute verhandelt Vorstandschef Schreier derzeit mit Manroland über einen Zusammenschluss.

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