Druckmaschinen-Hersteller
Heidelberger Druck gibt sich offen für Kooperationen

Der schwer angeschlagene Druckmaschinen-Hersteller Heidelberger Druck hat die Auftragserosion im ersten Quartal seines Geschäftsjahres 2009/2010 stoppen können. Mit 550 Mio. Euro bekam das Unternehmen nach Angaben vom Dienstag sogar wieder mehr Bestellungen herein als in den drei Monaten zuvor.

FRANKFURT. Die schwerste Krise seit langem zwingt die Hersteller von Druckmaschinen zum Umdenken. War der Wettbewerb zwischen den drei führenden deutschen Anbietern Heidelberger Druckmaschinen, Koenig & Bauer und Manroland bislang hart, wird nun immer lauter über Kooperationen nachgedacht. „Wir stehen in Kontakt und prüfen eine Zusammenarbeit etwa was die Gießerei, die Teilefertigung oder den Einkauf angeht“, sagte der Vorstandsvorsitzende von Heideldruck, Bernhard Schreier, bei der Präsentation der Zahlen zum ersten Geschäftsquartal. Allerdings gebe es noch nichts Konkretes.

Die Druckmaschinen-Hersteller leiden weltweit unter der Wirtschaftskrise. Heideldruck trifft vor allem der Einbruch in der Werbebranche, da das Unternehmen traditionell Maschinen für mittelständische Druckereien produziert, die auf Werbematerialien spezialisiert sind. Zwar konnte das Unternehmen für das erste Quartal wieder leicht anziehende Auftragseingänge melden. Vor allem wegen der Fachmesse „China Print“ lag der Auftragseingang mit 550 Mio. Euro über dem Wert des Vor-Quartals von 474 Mio. Euro, der den niedrigsten Stand seit zehn Jahren markierte. Dennoch leidet das Unternehmen weiterhin: So lag der Umsatz mit 514 Mio. Euro um 22 Prozent unter dem Vorjahreswert, der Betriebsverlust stieg von 35 Mio. auf 63 Mio. Euro.

Angesichts der weiterhin trüben Aussichten, müssen die Hersteller ihre Kosten senken. Neben dem traditionellen Instrumentarium wie Personalabbau kommen dabei auch Kooperationen ins Spiel. Zuletzt war sogar über ein mögliches Zusammengehen von Manroland mit Heideldruck spekuliert worden. Manroland gehört dem Finanzinvestor Allianz Capital Partners zu 65 Prozent, dessen Muttergesellschaft Allianz wiederum zwölf Prozent am Grundkapital von Heideldruck hält.

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