Druckmaschinen
Manroland droht die Pleite

Insiderberichten zufolge steht der Druckmaschinenhersteller Manroland kurz vor der Pleite. 6.600 Arbeitsplätze sind in Gefahr. Zudem wurde eine Betriebsversammlung angesetzt.
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BerlinDer Münchner Allianz-Konzern und der Lastwagenhersteller MAN wollen ihre gemeinsame Tochter Manroland wahrscheinlich pleitegehen lassen. Damit sind bei dem Augsburger Druckmaschinenhersteller 6.600 Arbeitsplätze in Gefahr, wie die Nachrichtenagentur dapd am Donnerstag aus Unternehmenskreisen erfuhr.

Das Traditionsunternehmen Manroland, das wegen schlechter Geschäfte im vergangenen Jahr bereits 800 Arbeitsplätze gestrichen hatte, habe die Belegschaft für Freitag zu einer Betriebsversammlung eingeladen, bestätigte eine Sprecherin. In den Werken machte sich am Donnerstag große Unruhe breit. Der Mehrheitsaktionär Allianz und MAN suchen schon lange nach einem Käufer. Infrage kommende Investoren seien nun abgesprungen, sagten mit den Vorgängen vertraute Personen.

MAN bestätigte, dass am Donnerstagabend eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung stattfinde, über die Tagesordnung und mögliche Szenarien wurden keine Angaben gemacht. Allianz Capital Partners wollte sich nicht äußern.

Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ hatte vergangene Woche berichtet, dass Allianz Capital Partners (ACP) seinen Ausstieg aus der Mehrheitsbeteiligung vorantreibt. Denkbar sind neben einer Insolvenz aber auch eine Fusion oder der Einstieg eines anderen Investors. ACP hält 75 Prozent der Anteile und 65 Prozent der Stimmrechte. Ein Viertel der Anteile und 35 Prozent der Stimmrechte liegen bei MAN.

Der Münchner Lkw-Bauer MAN hatte die Mehrheit an der damaligen MAN Roland 2006 an ACP verkauft. Hoffnungen auf einen baldigen Börsengang oder einen schnellen Verkauf musste der Finanzinvestor bald begraben. Seit dem Einstieg hat sich der Umsatz halbiert, seit 2009 schreibt Manroland auch operativ Verluste.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Druckmaschinen : Manroland droht die Pleite "

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  • Ich würde sagen, bewerben Sie sich mal als Chinesisch-Übersetzer, denn was Sie da so erzählen, kommt einem ziemlich Spanisch vor. Von Börse haben Sie jedenfalls keine Ahnung. Von wegen Leerverkäufe sorgen dafür, daß MAN steigt. MAN-Roland gehört doch schon lange nicht mehr zu MAN, sondern zur Allianz-Gruppe. MAN hat nur noch einen für seine Bilanz unbedeuteten Minderheitsanteil. Deswegen ist ihnen ja auch eine Pleite der Gesellschaft ziemlich Weck, Worscht und Woi, wie der Hesse Heinz Schenk sagen würde.

  • und die MAN-Aktie steigt um über 3% - verrückt! Die Börsen haben nichts mehr mit der Realität zu tun, sondern die Kurse werden duch Leerverkäuve und Wetten nur noch regelrecht zerstört.

    Dienigen Kreise, die diese Spiele treiben, ständig und immer wieder werden irgendwelche "wichtige" Treffen angesetzt (nun jetzt auch am 9 Dezember), seit fast April 2011 werden die Kurse gedrückt gehalten, die Funktion der Börse absolut offen manipuliert, diese Manipulationen führen dazu, daß die Menschen sich für lange Zeit von der Börse abwenden, keiner mehr wird Aktien kaufen, womit sollen sich dann die Firmen finanzieren?

    Wenn die Politik nicht endlich die normale Funktion der Börsen wiederherstellt, wenn weiterhin so auf fallende Kurse gewettet wird, wird dies die ganze Wirtschaft zum Absturz bringen, zur tiefen Rezession mit unvorhersehbarem Ausgang, mit Versorgungsspannungen etc.

    Wann werden die endlich sich zusammenraffen und die normale Funktion des Systems wiederherstellen?!


    www.isaak-busch.de

    Vereidigter Übersetzer für Russisch = Isaak Busch

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