Druckmaschinenbauer kämpft
Heidelberger Druck kurz vor schwarzen Zahlen

Der Druckmaschinenbauer nähert sich in seinem ersten Geschäftsquartal der Gewinnzone. Der Ausbau des Servicegeschäfts und der günstige Wechselkurs des schwachen Euro sorgen für einen Schub.
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Wiesloch Aus den roten sollen bald schwarze Zahlen werden: Der Druckmaschinen-Hersteller Heideldruck hat zwar im ersten Quartal 2015/16 noch leichte Verluste gemacht, doch längst nicht mehr so viel wie noch vor einem Jahr. Das Ergebnis nach Steuern verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahresquartal von minus 34 auf minus 4 Millionen Euro, wie der Konzern am Mittwoch in Wiesloch (Rhein-Neckar-Kreis) mitteilte. Im laufenden Geschäftsjahr will Heidelberger Druckmaschinen dauerhaft in die Gewinnzone zurückkehren.

Die Druckmaschinenindustrie war von der Wirtschaftskrise so schwer gebeutelt wie kaum eine andere Branche. Heideldruck versucht seit Jahren, sich gesundzuschrumpfen. Das Kerngeschäft wurde verbessert und Verlustbringer abgestoßen. Im Frühjahr wurde das Leipziger Werk geschlossen.

Die Zeit der Restrukturierung sei nun vorbei, sagte Finanzvorstand Dirk Kaliebe. In Zukunft wolle man sich wieder auf „das Managen von Wachstum“ konzentrieren. Mit dem Start ins neue Geschäftsjahr sei Heideldruck auf gutem Weg, die angestrebten Jahresziele zu erreichen. Der Konzern strebt unter anderem ein leichtes Umsatzwachstum an und will das operative Ergebnis deutlich verbessern.

Im ersten Quartal hätten sich vor allem der Erwerb der europäischen Printing Systems Group (PSG) und ein guter Messeverlauf in China positiv bemerkbar gemacht, teilte der Konzern weiter mit. Der Auftragseingang stieg um ein Fünftel auf 703 Millionen Euro.

Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast ein Drittel auf 563 Millionen Euro. Allein 40 Millionen Euro waren auf Währungseffekte zurückzuführen: Der stärkere US-Dollar führte dazu, dass es beim Umtausch in Euro mehr Geld gab.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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