Druckmaschinenbauer
Koenig & Bauer braucht Staatshilfe

Der nächste Bitte: Nach Heidelberger Druck braucht nun auch der Konkurrent Koenig & Bauer Hilfe vom Staat. Der krisengeschüttelte Druckmaschinenbauer bekommt nicht mehr genug frisches Geld von den Banken. Grundsätzlich sehe bei dem Unternehmen aber gut aus, so der Vorstand.

HB MÜNCHEN. Koenig & Bauer bittet den Staat um Hilfe. „Eine Bundesbürgschaft haben wir für den Zeitraum ab April 2010 beantragt“, teilte der Konzern am Donnerstag in Würzburg bei der Hauptversammlung mit. Grund sei die Zurückhaltung der Banken bei der Kreditvergabe, nicht etwa die Liquiditätslage des Konzerns.

Hinzu kommt, dass Konkurrent Heidelberger Druck in der vergangenen Woche angekündigt hatte, mit Hilfe von Bürgschaften und Kredit des Staates seine Finanzierung über die nächsten drei Jahre gesichert zu haben. Das hatte bei Koenig & Bauer (KBA) Begehrlichkeiten geweckt, weil die Würzburger Nachteile im Wettbewerb befürchteten.

Vorstandschef Helge Hansen betonte, die Finanz- und Liquiditätssituation des Unternehmens sei solide. KBA habe keine Netto-Bankverbindlichkeiten, sondern seine Nettofinanzposition auf 36 Mio. Euro verbessert sowie einen positiven operativen Cashflow. Die Liquidität betrage fast 100 Mio. Euro. Zudem verfüge der Konzern über eine Kreditlinie von 160 Mio. Euro. KBA baut derzeit massiv Stellen ab und entlässt hunderte Mitarbeiter.

Für 2009 erwartet das von der Branchen- und Wirtschaftskrise gebeutelte Unternehmen noch kräftigere Einbrüche: Der Umsatz werde 2009 um mehr als 300 Mio. Euro auf knapp 1,2 Mrd. Euro zurückgehen, sagte Hansen und korrigierte damit die bisherige Prognose leicht nach unten. Für das Ziel, nach dem hohen Vorjahresverlust schon 2009 wieder eine schwarze Null zu schreiben, gebe es auch bei einem Umsatz unter 1,2 Mrd. Euro reelle Chancen. Hansen sagte weiter, der klassische Markt für Druckmaschinen werde kleiner. KBA setze deshalb etwa auf Umwelt- und Verpackungstechnik. Zukäufe wie Kooperationen seien vorstellbar.

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