Druckmaschinenhersteller
Heidelberger Druck revidiert Jahresprognose

Wegen sinkender Nachfrage rechnet Heidelberger Druck im laufenden Geschäftsjahr nicht mehr mit einem ausgeglichenen Vorsteuerergebnis. Nun soll kurzfristig bei Sachkosten und Personal gespart werden.
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HeidelbergDer weltgrößte Druckmaschinenhersteller Heidelberger Druck rechnet im laufenden Geschäftsjahr nicht mehr mit einem ausgeglichenen Vorsteuerergebnis. Angesichts der konjunkturellen Aussichten werde sich die Nachfrage in der zweiten Geschäftsjahreshälfte schwächer entwickeln als erwartet, teilte das Unternehmen am Montagabend mit. Heidelberger Druck hatte noch im August mit einem ausgeglichenen Vorsteuerergebnis gerechnet.

Auch Umsatz und operatives Ergebnis dürften sich nicht auf dem angestrebten Niveau bewegen. Daher will das Unternehmen nun kurzfristig bei Sachkosten und Personal sparen. Im gesamten Geschäftsjahr 2011/12 rechnet Heidelberger aber dennoch mit einer „spürbaren Verbesserung“ des operativen Gewinns.

An der Börse kamen die Aussagen nicht gut an. Im späten Frankfurter Geschäft rauschte der Aktienkurs des Unternehmens in einer ersten Reaktion bis auf 1,48 Euro nach unten. Anschließend erholte sich die Aktie zwar wieder etwas, verzeichnete im Vergleich zum Handelsschluss im Hauptgeschäft des Xetra-Systems aber immer noch ein Minus von 3,21 Prozent auf 1,536 Euro.

Die Entwicklung des zweiten Quartals entsprach noch den Erwartungen des Unternehmens. Vorläufigen Zahlen zufolge lag das operative Ergebnis (EBIT) bei plus fünf Millionen Euro (Vorjahr: minus sechs Millionen Euro). Der Umsatz lag mit 636 Millionen Euro auf Vorjahresniveau, während der Auftragseingang von 650 auf 668 Millionen Euro stieg.

Konjunkturellen Unsicherheiten dürften sich aber bremsend auf das Investitionsverhalten in der Branche auswirken, teilte das Unternehmen mit.

An seinen mittelfristigen Gewinnzielen will das Unternehmen aber festhalten. Dies gelte auch für den Fall, dass „sich die geplante Umsatzsteigerung auf über drei Milliarden Euro aufgrund der Nachfrageschwäche zeitlich verzögern sollte“, sagte Vorstandschef Bernhard Schreier laut Mitteilung.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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