Druckmaschinenhersteller
Koenig & Bauer hofft auf Verpackungen

Nachdem der Druckmaschinenhersteller 2011 mit Mühe einen Gewinn erwirtschaften konnte, hat Koenig & Bauer (KBA) jetzt die Dividende gestrichen. Für 2012 sieht es dagegen besser aus.
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MünchenDer Gewinneinbruch des Druckmaschinenherstellers Koenig & Bauer (KBA) trifft auch die Aktionäre. Das Unternehmen streicht für das vergangene Jahr die Dividende.

Trotz eines nahezu stagnierenden Umsatzes von knapp 1,2 Milliarden Euro war der Überschuss von KBA 2011 binnen Jahresfrist fast vollständig weggebrochen. Das Konzernergebnis betrug 0,4 Millionen Euro nach 12,5 Millionen Euro im Vorjahr. KBA machte dafür gestiegene Materialkosten, die Aufwendungen für Stellenstreichungen und hohe Vorleistungen verantwortlich.

Für das laufende Jahr zeigte sich KBA dank voller Auftragsbücher vor allem im Segment Spezialdruckmaschinen zuversichtlicher. Der Umsatz werde moderat steigen, das Ergebnis höher ausfallen, hieß es. Zugleich setzt KBA seinen Stellenabbau fort: Gut 400 Stellen würden im laufenden Jahr noch wegfallen.

Um im knallharten Geschäft mit Druckmaschinen bestehen zu können, wolle KBA seine Aktivitäten im Verpackungsbereich ausweiten und sein Engagement in China verstärken. „Zudem besteht Anlass zur Hoffnung, dass die voranschreitende Branchenkonsolidierung mittelfristig zur Beseitigung der auf der Anbieterseite immer noch erkennbaren Überkapazitäten und zu mehr Preisdisziplin am Markt beitragen wird“, teilte KBA in Anspielung auf die Manroland-Pleite mit. Das Unternehmen ist der weltweit zweitgrößte Druckmaschinenbauer.

 

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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