Druckmaschinenhersteller
Koenig & Bauer erwartet rote Zahlen

Koenig & Bauer hat trotz Branchenkrise nach neun Monaten noch einen kleinen Gewinn ausgewiesen. Aber der weltweit drittgrößte Druckmaschinenhersteller spürt wie die gesamte Branche massiv die negativen Auswirkungen der Finanzmarktturbulenzen auf die Exportwirtschaft.

HB WÜRZBURG. Am Ende des Geschäftsjahres werde aber ein "negatives Konzernergebnis vor Steuern im höheren zweistelligen Millionenbereich" stehen, sagte Vorstandschef Albrecht Bolza-Schünemann am Freitag in Würzburg.

Von Januar bis September ging der Auftragseingang von 1,148 auf 1,005 Mrd. Euro zurück, der Umsatz sank von 1,209 auf 1,075 Mrd. Euro und der Überschuss von 29,8 auf 7,8 Mio. Euro. Das Unternehmen hatte im September bereits eine Gewinnwarnung ausgegeben und rechnet damit, dass der Jahresumsatz von 1,7 auf etwa 1,5 Mrd. Euro schrumpfen wird. In der Folge kommt es zu einem Personalabbau an den Bogendruck-Standorten. 600 der konzernweit 8 000 Mitarbeiter sollen gehen.

Die Bogendruck-Sparte leidet unter dem Einbruch des Werbemarkts - auf den Maschinen werden unter anderem Prospekte und Plakate gedruckt. Dagegen können sich der Rollendruck - wie er für Zeitungen genutzt wird - sowie die Sondermaschinen noch vergleichsweise gut halten. Koenig und Bauer trifft die Branchenkrise damit noch verhältnismäßig glimpflich. Marktführer Heidelberger Druck mit seiner starken Ausrichtung auf den Bogendruck steckt tief in den roten Zahlen und baut nun 2 500 der 20 000 Stellen ab.

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