Druckmaschinenhersteller
Koenig & Bauer nach neun Monaten mit Verlust

Der Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer hat die Erwartungen mit seinen Neunmonatszahlen nicht erfüllt. Er kehrt zwar langsam auf Wachstumskurs zurück, hat es im laufenden Jahr aber noch nicht aus der Verlustzone geschafft.
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HB MÜNCHEN. Im dritten Quartal schrieb Koenig & Bauer (KBA) dank einer regen Nachfrage aus Asien, Südamerika und Afrika einen Gewinn von 11,1 Mio. Euro - 42,3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Nach den ersten neun Monaten steht damit aber immer noch ein Minus von 9,2 Mio. Euro zu Buche. Der Umsatz stieg im dritten Quartal um fünf Prozent auf 299 Mio. Euro und lag damit unter den Erwartungen von Analysten.

Dem Druckmaschinenbauer hatte die Wirtschaftskrise massiv zu schaffen gemacht. Nun kann sich König & Bauer dem Wandel der Medienbranche hin zu Onlineangeboten nicht entziehen. Durch Taschencomputer wie dem iPad sinkt die Nachfrage nach Druckmedien - Zeitungen und Kataloghersteller brauchen daher auch weniger Druckmaschinen. Den größten Teil seines Geschäfts macht Koenig & Bauer daher mittlerweile in boomenden Schwellenländern in Asien, Südamerika und Afrika.

Für das Gesamtjahr erwartet der Konzern weiterhin ein Umsatzplus von sieben Prozent auf gut 1,1 Mrd. Euro und ein Vorsteuerergebnis deutlich über dem Vorjahreswert von 2,7 Mio. Euro. Sollte sich das Ergebnis so einstellen wie erwartet, "schließen wir nach zwei Jahren Verzicht die Ausschüttung einer Dividende an die Aktionäre nicht aus", sagte KBA-Chef Helge Hansen.

Zuletzt hatte der Konzern mit einer Fusion mit dem Rivalen Manroland geliebäugelt. Im Zwischenbericht erklärte KBA nun, die Konsolidierung in der Branche sei noch nicht zu Ende.

"Angesichts des kleiner gewordenen Marktvolumens herrscht weiter ein harter Verdrängungswettbewerb." KBA stehe auf soliden finanziellen Füßen ohne externe Finanzhilfen zu brauchen.

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