Druckmaschinenhersteller: Manroland baut nochmals 500 Stellen ab

Druckmaschinenhersteller
Manroland baut nochmals 500 Stellen ab

Der Druckmaschinenhersteller Manroland baut weitere 500 Stellen ab. Nicht die einzige Neuigkeit. Die Pläne für eine Fusion in der Branche hat das Unternehmen auch fallen gelassen.
  • 0

HB OFFENBACH. Der nach eigenen Angaben weltweit zweitgrößte Hersteller von Druckmaschinen und Marktführer im Rollenoffsetdruck, manroland, hat eine Straffung des Unternehmens und den Abbau von weiteren 500 Stellen angekündigt. Bis 2010 soll damit die Mitarbeiterzahl an den drei Standorten Offenbach, Augsburg und Plauen auf rund 6.000 sinken. Ende 2008 hatte die 2008 in manroland umbenannte ehemalige MAN-Tochter MAN Roland die Mitarbeiterzahl mit mehr als 8.600 angegeben. Für 2009 sind noch keine Geschäftszahlen veröffentlicht.

Manroland hat nach Angaben seines Vorstandsvorsitzenden Gerd Finkbeiner Überlegungen zur Fusion mit einem anderen Unternehmen aufgegeben und will sich der schwierigen Lage auf dem Druckmaschinenmarkt allein stellen. Noch Anfang des Jahres hatte die Firma über Fusionsgespräche mit dem Schweizer Zeitungsdruckspezialisten Wifag berichtet, diese aber im April für eingestellt erklärt.

Während manroland ebenso wie seine Konkurrenten mit dem Niedergang der Nachfrage in den Industrieländern zu kämpfen hat, sieht Finkbeiner gute Chancen vor allem in den Schwellenländern. Manroland profitiere "in erheblichem Umfang" vom dynamischen Wachstum in den aufstrebenden Märkten, sagte er.

Der Hauptinvestor Allianz Capital Partners begrüße und unterstütze die Entscheidung von Manroland, langfristig eigenständig zu bleiben, sagte der Vorstandschef. Verbunden damit ist nach Unternehmensangaben die Zusammenfassung einzelner Produktionsbereiche in den drei deutschen Standorten.

Das Geschäftsfeld Kleine Zeitungsmaschinen wird aus Plauen nach Augsburg verlagert und mit dem Bereich Große Zeitungsmaschinen zusammengelegt. In Plauen entsteht der Geschäftsbereich Industrielle Fertigung, ferner wird ein neuer Geschäftsbereich Technische und Industrielle Dienstleistungen eingerichtet.

Der jetzt beschlossene Abbau von weiteren 500 Arbeitsplätzen solle "möglichst sozialverträglich" erfolgen, erklärte das Unternehmen. Weiter gesucht werde eine Kooperation mit einem der etablierten Anbieter im Bereich Digitaldruck.

Kommentare zu " Druckmaschinenhersteller: Manroland baut nochmals 500 Stellen ab"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%