Druckmaschinenhersteller
Manroland findet einen neuen Eigentümer

Bei dem Druckmaschinenhersteller Manroland steht ein neuer Großaktionär kurz vor dem Einstieg. Ein europäischer Maschinenbauer könnte sich in das Unternehmen einkaufen. Manroland geht es wirtschaftlich schlecht.
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Düsseldorf/FrankfurtDer Druckmaschinenbauer Manroland bekommt womöglich bald einen neuen Eigentümer. „Es gibt Gespräche mit Allianz Capital Partners und Manroland, um eine langfristige Lösung zu suchen“, bestätigte ein Sprecher des Großaktionärs und früheren Mutterkonzerns MAN am Mittwoch in München einen Bericht des Handelsblatts.

Anvisiert ist demnach eine Komplettübernahme durch einen größeren europäischen Maschinenbaukonzern, der bislang nicht im Druckmaschinensegment aktiv ist, wie das Handelsblatt aus Branchenkreisen erfahren hat. Alternativ sei eine Beteiligung des Bieters an Manroland denkbar. Die bisherigen Eigentümer, der Finanzinvestor Allianz Capital Partners (ACP) und MAN, könnten demnach zunächst in Manroland investiert bleiben und ihren Aktien zu einem späteren Zeitpunkt an den Maschinenbauer verkaufen. In den kommenden Wochen sollen die Modalitäten für die Komplettübernahme oder den Einstieg des strategischen Investors geklärt werden, hieß es in den Kreisen.

ACP und MAN suchen schon seit einiger Zeit nach Möglichkeiten, um ihre Beteiligung an dem drittgrößten Druckmaschinenhersteller abzugeben. Einen zwischenzeitlich geplanten Börsengang mussten sie kurzfristig abgeblasen; eine Fusion mit Marktführer Heidelberger Druck scheiterte auf der Zielgerade. Eine Marktbereinigung ist aus Sicht der Unternehmen aber unvermeidlich, da es erheblich Überkapazitäten gibt. Hinzu kommt, dass die Neuaufträge seit Oktober drastisch zusammenschrumpfen, wie es in der Branche heißt.
Der frühere Mutterkonzern MAN beteuerte, dass man Manroland weiter beistehen werde. Die wirtschaftliche Lage von Manroland sei aber schlecht, sagte ein MAN-Sprecher. Finanzinvestoren haben es zurzeit schwer, Fremdkapital für Übernahmen zu erhalten. Der Maschinenbauer MAN, noch mit 23 Prozent an Manroland beteiligt, versprach, das angeschlagene Unternehmen nicht fallen zu lassen. „Wir wollen uns nicht aus der Verantwortung stehlen“, sagte der Sprecher. Die Allianz, die Manroland über ihre Beteiligungstochter Allianz Capital Partners (ACP) hält, wollte sich nicht zu den Informationen äußern.

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