DSW: Aufsichtsräte dürften künftig sensibler mit Tantiemen umgehen
Aktionärsschützer: Urteil lässt Fragen offen

Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) bedauert, dass der Mannesmann-Prozess nicht zu einer Klärung hinsichtlich der Angemessenheit von Sonderzahlungen für Manager geführt hat.

HB DÜSSELDORF. Diese wichtige aktienrechtliche Frage werde aller Voraussicht nach zunächst weiter offen bleiben, sagte ein DSW-Sprecher am Donnerstag. Sie könne nur in einem zivilrechtlichen Verfahren geklärt werden. Doch als Kläger komme zum einen nur die Mannesmann-Mutter Vodafone in Frage, die naturgemäß nichts in die Wege leiten werde.

Allenfalls sei noch denkbar, dass aus dem Kreis der Vodafone-Aktionäre ein Zivilprozess angestrengt werde, sagte der Sprecher. Es wäre aber auch sehr positiv gewesen, wenn im Zuge des Strafverfahrens der aktienrechtliche Begriff der Angemessenheit von Vorstandsbezügen eine Präzisierung erfahren hätte. Doch dürfte der Mannesmann-Prozess nach Ansicht der Aktionärsschützer zumindest dazu geführt haben, dass in Aufsichtsräten künftig sensibler mit dem Thema Tantiemen umgegangen werde, so der Sprecher.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%