Dubai-Messe
Milliarden-Aufträge für Airbus

Auf der Luftfahrtmesse in Dubai hat der europäische Flugzeugbauer Airbus Bestellungen für 157 Flugzeuge im Gesamtwert von rund 14 Milliarden verbucht. Nicht dabei war allerdings ein Auftrag für den 555 Passagiere fassenden Super-Airbus A380.

HB PARIS/DUBAI. Der Bestelleingang zeige die kräftige Erholung des Marktes und die Marktführung der Europäer, teilte Airbus am Mittwoch mit. Mit insgesamt 155 Kaufverpflichtungen für den A350 liege Airbus auch bei seiner Planung für das künftige Langstreckenflugzeug im Plan. Bis zum Jahresende möchte das Unternehmen 200 A350 verkauft haben. In fünf der vergangenen sechs Jahre habe Airbus mehr Bestellungen hereinbekommen als Boeing, erklärte der Konzern. 2005 werde man das dritte Jahr in Folge mehr Flugzeuge ausliefern als der US-Rivale. Bislang hat Boeing in diesem Jahr allerdings mehr Bestellungen erhalten als Airbus. An den ersten beiden Tagen der Flugschau in Dubai hatten Boeing und Airbus bereits milliardenschwere Aufträge verbucht.

AerCap (früher debis AirFinance) unterzeichnete am Mittwoch in Dubai eine Absichtserklärung zum Kauf von 70 Flugzeugen der A320-Familie mit einem Mittelgang. Die Leasingfirmen ALAFCO (Kuwait) und ILFC (USA) sowie die portugiesische TAP wurden A350-Kunden. Jazeera Airways Kuwait, die indische Kingfisher und ein ungenannter Kunde erwarben Flugzeuge der A320-Familie. Außerdem konnte Airbus an die saudische National Air Service fünf Luxusjets des Typs A318 Elite verkaufen.

Emirates fordert Änderungen

Die in Dubai ansässige Fluggesellschaft Emirates Airlines hat unterdessen von Airbus sowie von Boeing Änderungen am Design ihrer neuesten Modelle A350 und 787 gefordert. Auf Grund der gewünschten Änderungen habe Emirates auch keine Eile, sich bei einer möglichen Order über 50 Flugzeuge im Wert von rund acht Mrd. Dollar für einen der beiden Flugzeugbauer zu entscheiden, sagte Emirates-Chef Tim Clark der Nachrichtenagentur Reuters auf der Luftfahrtmesse in Dubai.

Einige Analysten hatten mit einer entsprechenden Bestellung auf der Messe in Dubai gerechnet, nachdem sie bei der Luftfahrtschau in Le Bourget im Sommer bereits vergeblich darauf gewartet hatten. Eine Entscheidung für eines der beiden Modelle käme einer Grundsatzentscheidung für die zukünftige Ausrichtung der Emirates-Flotte gleich, sagte Clark. „Ich glaube nicht, dass wir beide Modelle kaufen.“

Auf die Frage ob eine Bestellung die Größenordnung von 50 Flugzeugen hätte, sagte Clark: „Das ist eine Zahl mit der wir leben können. Es könnte auch mehr oder weniger sein.“ Bei dem A350 seien einzelne Eigenschaften noch nicht ausgereift genug, sagte Clark zur Begründung warum sich Emirates noch nicht für den Erwerb dieses Modells entschieden hat. Um Boeing in die engere Wahl nehmen zu können, warte Emirates eine größere Variante der 787 ab, da die Fluggesellschaft ein Flugzeug für bis zu 330 Passagiere brauche. Die 787 ist bislang für rund 250 Passagiere ausgelegt. Die 787 und der A350 kosten nach Listenpreis zwischen 125 und 170 Mill. Dollar das Stück.

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