Düngemittel-Hersteller
Gericht stoppt Salzwasserpipeline von K+S

Schlechte Nachrichten für K+S: Der Düngemittel-Hersteller darf eine neue Abwasser-Pipeline vorerst nicht in Betrieb nehmen. Eine Umweltschutzgruppe hatte geklagt weil die Abwässer in den Fluss Werra gepumpt würden.
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FrankfurtDer Düngemittel-Hersteller K+S darf einem Gerichtsurteil zufolge eine neue Abwasser-Pipeline vorerst nicht in Betrieb nehmen. Das Unternehmen dürfe zunächst keine Salzabwässer aus dem Kalibergbau über eine Rohrleitung in den Fluss Werra pumpen, entschied das Verwaltungsgericht Kassel am Mittwoch in einem Eilverfahren.

Damit erhält eine Umweltschutzgruppe Recht, die gegen die geplante Einleitung der Abwässer geklagt hatte. Zuvor hatte das Regierungspräsidium Kassel unter Auflagen grünes Licht für die Pipeline gegeben - die Inbetriebnahme war für Herbst vorgesehen.

Der Konzern werde gegen das Urteil Rechtsmittel bei der nächsten Instanz einlegen, sagte ein K+S-Sprecher. Zudem habe das Verwaltungsgericht lediglich in einem Nebenverfahren ein Urteil gesprochen - die Entscheidung in der Hauptprozess stehe noch aus. Der Betrieb der Werke in der Region gehe weiter, betonte der Sprecher.

Das Unternehmen aus Kassel beschäftigt in seinem Werk Werra mehr als 4300 Menschen, weitere 3000 Arbeitsplätze in der strukturschwachen Landstrich hängen nach K+S-Angaben von dem Standort ab. Das Unternehmen fördert dort Kali-Düngemittel.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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