
HB. Ein guter Jahresauftakt beim Verkauf von Streusalz, eine anziehende Nachfrage nach Düngenmitteln und nicht zuletzt der im vergangenen Oktober abgeschlossene Zukauf des US-Salz-Konzerns Morton Salt lassen den Kasseler Konzern K+S zuversichtlich auf das laufende Jahr blicken. Vorstandschef Norbert Steiner stellte gestern einen deutlichen Umsatz- und Ergebnisanstieg für dieses Jahr in Aussicht. Konkrete Zahlen nannte er aber nicht. Analysten fanden den Ausblick zu vorsichtig, die Aktie von K+S gehören gestern zu den Verlierern im Dax. Wettbewerber wie der kanadische Branchenführer Potash und der US-Konzern Mosaic hatten optimistischere Ausblicke gegeben.
Nachdem die weltweite Kaliproduktion im Zuge der Wirtschaftskrise im vergangenen Jahr um rund 50 Prozent auf 30 Millionen Tonnen eingebrochen war, rechnet Steiner damit, dass der Absatz 2011 wieder etwa das Normalniveau erreichen kann. „In der Kaliproduktion sind unsere Kapazitäten derzeit zu 100 Prozent ausgelastet“, sagte Steiner gestern bei der Vorlage der Jahreszahlen. Im vergangenen Jahr hatte K+S noch 90 Prozent der Belegschaft in diesem Bereich für viele Wochen in Kurzarbeit schicken müssen.
Im Zuge der rückläufigen Nachfrage ist der Umsatz bei K+S 2009 um 26 Prozent auf 3,57 Mrd. Euro gesunken. Der ab dem vierten Quartal einbezogene Neuerwerb Morton Salt dämpfte den Rückgang zwar etwas. Da die Kosten trotz umfangreicher Sparmaßnahmen und Kurzarbeit nicht in dem Maße gesenkt werden konnten, wie der Umsatz zurückging, sank das operative Ergebnis aber um 82 Prozent auf 238 Mio. Euro. Der Nettogewinn sank um 89 Prozent auf 96 Mio. Euro. Allerdings hatte K+S wie die anderen Düngemittelkonzerne auch ein außerordentlich erfolgreiches Geschäftsjahr 2008 gehabt, in dem die Nachfrage und auch die Preise Höchststände erreichten.
Umso stärker machte sich der Einbruch bemerkbar. Auch Wettbewerber büßten 70 bis 80 Prozent ihres operativen Gewinnes ein.
Im Bereich Stickstoffdüngemittel rutschte K+S in die Verlustzone. Viele Bauern hatten das Düngen ihrer Felder eingeschränkt oder Käufe in Erwartung sinkender Preise verschoben. Kostete eine Tonne Kaliumchlorid Anfang 2009 noch 750 US-Dollar, waren es am Jahresende nur noch 350 Dollar. In diesem Jahr erwartet K+S zwar wieder Preissteigerungen, genaue Prognosen will der Konzern derzeit aber nicht geben. Das Absatzziel ist definiert: K+S will in diesem Jahr knapp sechs Millionen Tonnen Kalidünger absetzen, nach 4,4 Millionen Tonnen 2009.

die Werra und das Grundwasser freuen sich über die sinkenden Gewinne bei K&S.
irreperable Folgeschäden entstehe durch den Abbau
und dafür wird keiner der Aktionäre die Haftung übernehmen.
Hauptsache Profit. Was interessiert uns die nächsten Generation.
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