Düngemittel- und Salzhersteller
K+S senkt Prognose

Der Düngemittel- und Salzhersteller K+S hat trotz eines unerwartet starken operativen Gewinnsprungs im dritten Quartal die Prognosen für das Gesamtjahr wegen der Dollarschwäche erneut gesenkt. Die Aktie des Unternehmens ging daraufhin zunächst auf Talfahrt.

dpa-afx KASSEL. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Effekten aus der Absicherung von Wechselkursrisiken (Ebit I) dürfte im Gesamtjahr zwischen 300 Mill. und 310 Mill. Euro liegen, teilte die im MDax gelistete Gesellschaft am Dienstag in Kassel mit. Im Oktober hatte die Gesellschaft die Prognose bereits auf das untere Ende der ursprünglichen Spanne von 310 Mill. bis 325 Mill. Euro gekappt. Grund seien höhere Kosten für die Dollar-Absicherung.

Für den Umsatz stellte K+S nun einen Anstieg auf 3,1 Mrd. bis 3,2 (bisher 3,1-3,3) Mrd. Euro nach 2,96 Mrd. Euro im Vorjahr in Aussicht. Das bereinigte Ergebnis nach Steuern dürfte zwischen 175 Mill. und 185 (185-195) Mill. Euro liegen. Dabei sei für das vierte Quartal ein durchschnittliches Auftausalzgeschäft unterstellt. Am Finanzmarkt war die erste Reaktion negativ. Die Aktien büßten in einem knapp behaupteten Marktumfeld zeitweise 3,78 Prozent auf 127,60 Euro ein.

Einer ersten Händlereinschätzung zufolge sind die Zahlen "besser als erwartet" ausgefallen. Allerdings habe der gesenkte Ausblick negativ überrascht und damit erscheine auch der Kursrutsch am Vortag in einem etwas anderen Licht, sagte der Händler. Auch ein Analyst zeigte sich von dem gesenkten Ausblick negativ überrascht, daher werde er seine Prognosen nach unten anpassen. Die Zahlen hätten allerdings seine Schätzungen übertroffen. Für 2008 kündigte der Experte auch aufgrund noch nicht berücksichtigter Preiserhöhungen eine Anhebung seiner Schätzungen an.

"Nachdem die internationalen Kalidüngemittelhersteller derzeit alle in der Nähe ihrer Kapazitätsgrenzen produzieren, führt die gestiegene Nachfrage zu Warenknappheit und damit zu weiteren Preisanstiegen bei Kalidüngemitteln", sagte K+S-Chef Norbert Steiner laut Mitteilung. Er zeigte sich optimistisch für das kommende Jahr. Die Perspektiven für 2008 seien vielversprechend. Der Umsatz dürfte "spürbar zulegen". Getragen werde diese Erwartung vor allem von höher als bisher erwarteten Umsätzen bei Kali- und Magnesiumprodukten infolge deutlicher Preisanhebungen auf den Weltkalimärkten. Auch für das operative Ergebnis sei eine deutliche Steigerung zu erwarten. Grund seien die stark steigenden und die Kosten deutlich übertreffenden Durchschnittspreise. Außerdem sollte eine Normalisierung des Auftausalzgeschäfts im nächsten Jahr zu einem spürbaren Anstieg des operativen Ergebnisses im Geschäftsbereich Salz führen.

Im dritten Quartal legte der Umsatz den Angaben zufolge um 8,5 Prozent auf 727,1 Mill. Euro zu. Das Ebit I kletterte im Berichtszeitraum um 53,6 Prozent auf 79,4 Mill. Euro. Unter dem Strich lag der Gewinn bereinigt bei 47,6 (31,5) Mill. Euro. Damit übertraf der Konzern die Prognosen der Analysten leicht. Diese hatten im Durchschnitt bei einem Umsatz von 714,4 Mill. Euro ein Ebit I von 65,7 Mill. Euro erwartet. Unter dem Strich waren die Experten von bereinigt 38,8 Mill. Euro ausgegangen. Hauptergebnistreiber war das Düngemittelgeschäft. Der deutlich schwächere Ergebnisbeitrag des Salzgeschäftes wegen des ungewöhnlich geringen Auftausalzabsatzes zu Beginn des Jahres sei deutlich überkompensiert worden.

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