Düngemittelhersteller
K+S plant Milliardeninvestitionen

Der Düngemittelhersteller K+S will seine Kaliproduktion in den kommenden Jahren mit massiven Investitionen ausbauen. „Wir haben das Ziel, unseren derzeitigen Marktanteil von über zehn Prozent langfristig mindestens zu halten“, sagte Vorstandschef Norbert Steiner dem Handelsblatt. K+S will dabei eventuell eine Kaligrube in Ostdeutschland reaktivieren – und hat auch Expansionspläne im Ausland.

FRANKFURT. Angesichts des rasanten Marktwachstums bedeutet dies eine Ausweitung der Produktion um zwei bis drei Millionen Tonnen und ein Investitionsvolumen von deutlich mehr als zwei Mrd. Euro in den nächsten fünf bis zehn Jahren.

Der führende deutsche Rohstoffkonzern prüft dabei unter anderem die Reaktivierung eines Kalibergwerks in Roßleben an der Grenze zwischen Thüringen und Sachsen-Anhalt, dessen Verkauf die bundeseigene Gesellschaft zur Verwahrung und Verwertung von stillgelegten Bergwerksbetrieben (GVV) ausgeschrieben hat. Für dieses Projekt werde K+S in den nächsten Wochen wohl einen Vorschlag unterbreiten, so Steiner. "Darüber hinaus verfolgen wir auch Kaliprojekte im Ausland. Wir werden uns dazu aber erst äußern, wenn die Dinge klar sind."

Roßleben ist eines von sechs ostdeutschen Kalibergwerken, die in den 90er-Jahren stillgelegt wurden. Sie galten damals als nicht konkurrenzfähig gegenüber Produzenten aus Russland und Nordamerika.

Durch den Boom in der Landwirtschaft hat sich die Situation in den vergangenen Jahren komplett gewandelt. Seit 2005 sind die Preise für Kali von 150 auf rund 900 Dollar je Tonne explodiert. Das beschert den wenigen Produzenten, darunter K+S als weltweit viertgrößter Hersteller, einen entsprechend starken Anstieg ihrer Erträge und Aktienkurse. Der Kasseler Konzern erwartet für 2008 eine Verfünffachung seines operativen Gewinns auf mehr als 1,4 Mrd. Euro und gilt mit einem Börsenwert von derzeit mehr als dreizehn Mrd. Euro als aussichtsreichster Kandidat für den Aufstieg in den Dax-30. Die Entscheidung darüber fällt am kommenden Mittwoch. Erst gestern haben Analysten von SEB ihr Kursziel weiter angehoben und verweisen auf eine ungebrochen hohe Nachfrage nach Agrarprodukten und die hohen Markteintrittsbarrieren in der Kaliumchloridgewinnung.

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